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Crash-Gefahren! Kommt der nächste Börsenabsturz doch ganz anders als die anderen bösen Börsencrashs?

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Bullenmärkte überall, wo wir hingucken. Höchste Zeit, um Gefahren und Risiken wieder mehr Beachtung zu schenken. Wir haben erfahrene Top-Börsianer gefragt: Könnten Sie uns bitte Ihre
Einschätzung geben, welche Crash-Gefahren die zurzeit gefährlichsten und naheliegendsten sind?

Laut Ajder Veliev, Systemarchitekt und Risk Manager bei FinMent, unserer Partnerredaktion, hat Corona den Markt gespalten: „Nach der Coronakrise ist es anders als in anderen Krisen. In früheren
Krisen gingen fast alle Branchen den Bach runter. Nun gibt es die Corona-Verlierer, z.B. Tourismus und Eventbereich, Energie (Öl-Branche), REITS mit Fokus auf Gewerbeimmobilien für den Einzelhandel
und die Gewinner z.B. Tech-Unternehmen, die direkt profitieren und viele weitere gehypte Unternehmen“, umreißt der Börsenexperte die Marktsitutation und lenkt das Scheinwerferlicht auf womöglich zu
euphorisch bewertete Titel: „Die höchste Gefahr liegt bei vielen übergehypten Firmen, die einen geringen Umsatz haben und nach Corona in der Bewertung explodiert sind. Diese Werte werden nach den
nächsten Quartalsberichten, recht schnell wieder zusammenbrechen, falls sie die extremen Erwartungen der Börse nicht erfüllen und damit auch die Märkte runterziehen, da es zurzeit sehr viele solche
Werte gibt“, beschreibt der Top-Analyst die aus seiner Sicht größte Crashgefahr.

Insolvenzwelle

Auf der anderen Seite stehen die Corona-Verlierer. Experten befürchten Insolvenzwellen. Peter-Thilo Hasler, Gründer und Analyst von Sphene Capital, sieht diese als größte Herausfoderung für den
deutschen Markt:„In Deutschland sehe ich insbesondere in der auf uns zukommenden Insolvenzwelle die größte Gefahr für die Aktienmärkte. Auch wenn die am meisten gefährdeten Branchen – Reisebüros,
Hotels und Gaststätten, von denen zwei Drittel der Unternehmen ihre Existenz bedroht sehen – selbst nicht börsennotiert sind, wird davon auch der Rest der deutschen Wirtschaft betroffen sein. Dass
im kommenden Jahr weitere milliardenschwere Hilfspakete geschnürt werden, die die in diesem Jahr ausgezahlten Betrage noch übersteigen, dürfte trotz Bundestagswahl unwahrscheinlich sein“,
prognostiziert Hasler.

,Alles-wird-gut-Karte‘

Bei Ingmar Königshofen, wallstreet:online-Gastautor und Chef der FSG Financial Services Group (Boerse-Daily.de), steht die Insolvenzwelle ebenfalls auf der Gefahrenliste. Er weist aber anfangs auf
eine andere Gefahr hin, die auf dem Boden der expansiven Geldpolitik gewachsen ist: „Ich bin eher skeptisch, was die aktuelle Marktentwicklung angeht, denn der hiesige Aktienmarkt scheint sich in
weiten Teilen durch die Niedrigzinspolitik von der Realwirtschaft abgekoppelt zu haben. Potenzielle Gefahren für den Aktienmarkt sehe ich dabei aktuell in der Zulassung der neuen Impfstoffe oder
einer auftretenden Insolvenzwelle durch die Corona-Pandemie. Sollte also das Thema Corona wieder mehr in den Vordergrund rücken, dann kann es am Aktienmarkt durchaus nochmal ungemütlich werden,
denn momentan wird eher die ,Alles-wird-gut-Karte‘ gespielt“, ahnt Königshofen.

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Wie die Analysten Hasler und Königshofen spricht „Börsenpfarrer“ Uwe Lang ebenfalls die erhöhte Zahl an Insolvenzen als Gefahrenherd ab, sieht aber keine akuten Alarmsignale: „Im Moment besteht
überhaupt keine Crash-Gefahr. Gefährlich wäre es, wenn bei Politikern, Unternehmen und Verbrauchern wieder eine Sparwut einsetzen würde, die zu Masseninsolvenzen und Bankpleiten führt. Gefahr
besteht auch, wenn es wieder zu Geschäfts- und Betriebsstilllegungen kommt, ohne dass Entschädigungen von Staats wegen erfolgen, weil sich der Staat das nicht mehr leisten kann“, so Lang.

„Korrektur realistisch“

Wie der Börsenpfarrer bezieht Martin Spieler, TV-Börsenmoderator und unabhängiger Finanzexperte, klar Stellung, wenn er gefragt wird, wo derzeit das größte Crashrisiko steckt: „Einen Crash erwarte
ich derzeit nicht. Realistisch ist indes, dass es nach der starken Entwicklung der Märkte zu einer Korrektur kommt – eine solche wäre meines Erachtens als reinigendes Gewitter positiv, da einige
Titel inzwischen zu hohe Bewertungen erreicht haben.“

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Neben einer langsameren Erholung durch Probleme bei den Impfstoffen weist Spieler auf geopolitische Unsicherheiten hin: „So etwa im nach wie vor angespannten Verhältnis zwischen China und den USA,
im Nahen Osten, insbesondere im Iran und dem Verhältnis zwischen dem Iran, Israel und den USA.“ Schließlich nennt der bekannte Börsenexperte wie Ingmar Königshofen das „große Risiko der
ultralockeren Geldpolitik der Notenbanken. Ein geordneter Ausstieg aus der Politik des spottbilligen Geldes scheint mir unmöglich. Hier baut sich nicht kurzfristig, aber auf lange Sicht eine enorme
Gefahr auf“, führt Spieler aus.

Rallye zum Jahresende

Allen, die auf ein knackige Jahresendrallye hoffen, spricht Klaus Brune vom Platow-Verlag aus der Seele: „Meiner Ansicht nach geht es bis zum Jahresende nach oben. Die Börsen preisen zwar bereits
wieder sehr viel positive Entwicklungen ein, einen ‚überschwänglichen Optimismus‘ kann ich aber aktuell auch nicht erkennen“, sagt Klaus Brune.

Brunes Crash-Szenarien werden durch die Schlagworte „Probleme beim Impfstoff“ und „Corona wirkt noch stärker negativ auf die Volkswirtschaften in Europa, Asien und den USA“ markiert. „Meiner
Meinung nach wird es Anfang 2021 wieder gefährlich für die Börse, wenn sich bis dahin herausstellen sollte, dass die momentan gefahrene Erholungsrally auf tönernen Füßen steht“, meint Klaus Brune.

Und die obligatorischen Crash-Prognosen?

Wir haben unsere Analysten außerdem gebeten, Ihre Meinung zur Crah-Prognosen abzugeben: „Inwiefern tragen Crash-Prognosen zu Ihren professionellen Informationen bei, die Sie für Ihre
Anlageentscheidungen nutzen und was empfehlen Sie dem Selbstentscheider-Anleger da draußen, wie er mit Crash-Prognosen umgehen sollte?“ Die Antworten unserer Börsenexperten lesen Sie in einem
Folge-Artikel.

Autor: Christoph Morisse, wallstreet:online Zentralredaktion

 

 

 

 

 

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Quelle: wallstreet-online.de

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