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Leichte Verluste zum Start der Berichtssaison erwartet

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NEW YORK (dpa-AFX) – Zum Start der US-Unternehmensberichtssaison mit den Zahlen einiger Großbanken dürfte die Wall Street den Handel am Freitag leicht im Minus beginnen. Die Nachricht, dass der
künftige US-Präsident Joe Biden ein neues Konjunkturpaket im Umfang von 1,9 Billionen US-Dollar auf den Weg bringen will, sollte zunächst nur wenig unterstützen, da dies bereits erwartet worden
war.

Eine Dreiviertelstunde vor Handelsstart taxierte der Broker IG den US-Leitindex Dow Jones Industrial 0,50 Prozent tiefer bei 30 835 Punkten, nachdem er tags zuvor ein Rekordhoch bei 31 223 Punkten
erklommen hatte. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein Wochenverlust von rund 0,8 Prozent an.

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Auf frische US-Konjunkturdaten reagierten die vorbörslichen Notierungen mit einem weiteren leichten Rückgang. So sind die Erzeugerpreise im Dezember wie erwartet gestiegen. Die Einzelhandelsumsätze
ohne Autos fielen im Dezember hingegen deutlich stärker als befürchtet. Die Stimmung in den New Yorker Industrieunternehmen im Januar – gemessen am Empire-State-Index – legte weniger stark zu als
prognostiziert. Zudem stehen an diesem Freitag noch die Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung, die Lagerbestände und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan auf der Agenda.

Der boomende Wertpapierhandel an den Finanzmärkten und gesunkene Kreditrisiken in der Corona-Krise bescherten der größten US-Bank JPMorgan Chase im vierten Quartal einen überraschenden
Gewinnsprung. Im vorbörslichen US-Handel fiel der Kurs der JPMorgan-Aktie dennoch um rund 2,3 Prozent.

Trotz anhaltend hoher Belastungen durch niedrige Zinsen und die Corona-Krise verdiente die US-Großbank Wells Fargo im vierten Quartal etwas mehr. Auch wenn sich die Finanzlage verbessert habe,
litten die Ergebnisse weiterhin unter den Folgen der Pandemie und juristischen Problemen, sagte Vorstandschef Charlie Scharf. Erschwerend kommen geringere Erträge wegen niedrigerer Zinsen hinzu.
Die Aktie reagierte vorbörslich mit einem Kursverlust von 3,5 Prozent.

Die US-Großbank Citigroup tut sich in der Corona-Krise weiter schwer und musste im vierten Quartal erhebliche Abstriche machen. Bankchef Michael Corbat verwies auf „massive wirtschaftliche Folgen
durch Covid-19“. Die schwächeren Zahlen seien zudem höheren Kosten und Steuern geschuldet. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr brach der Gewinn um 41 Prozent ein. Die Citigroup-Papiere büßten
vorbörslich rund 1,5 Prozent ein./edh/jha/

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Quelle: wallstreet-online.de

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