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Lloyd Fonds AG: „Der erfolgreiche Start von LAIC gibt uns Rückenwind“

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Geldanlage und Vermögensverwaltung werden zunehmend digital. Der Hamburger Asset-Manager Lloyd Fonds ist mit seinem neuen Digitalangebot LAIC seit April 2020 live. LAIC steht für „Leading
Artificial Intelligence Competence“ und ist das Fintech-Standbein der Hamburger. Zwei Monate nach Marktstart verwaltet LAIC bereits rund 15 Millionen Euro in digitalen Individualdepots. Ende Mai
hat LAIC sein Angebot um fünf Mischfonds erweitert, die ebenfalls durch ein eigenentwickeltes, algorithmusbasiertes System zur Portfoliooptimierung gesteuert werden. Im Interview mit unserer
Redaktion erläutert Dipl.-Ing. Achim Plate, CEO von Lloyd Fonds, wie er sich die Vermögensverwaltung der Zukunft vorstellt, wie sich das Angebot der Zweitmarke LAIC von dem klassischer Robo-Advisor
abhebt und vor allem, welche Perspektiven sich daraus für die Aktie ergeben.

Herr Plate, mit LAIC bietet Lloyd Fonds seit dem 1. April Portfoliomanagement und Vermögensaufbau mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz an. Was unterscheidet LAIC von bereits bestehenden
Angeboten aus dem Bereich Robo-Advisory?

Plate: Wir haben einen völlig anderen Ansatz. Viele Robo-Advisor verwalten für ihre Kunden reine ETF-Depots, um eine möglichst geringe Kostenquote zu erreichen. In der Folge wird nur eine
überschaubare Anzahl von Musterdepots für Anleger digital umgesetzt. Die Umsetzung individueller Anlegerbedürfnisse ist so nicht möglich. Bei unserem LAIC ADVISOR legen wir den Schwerpunkt in der
Allokation auf die Verwendung von circa 10.000 aktiv gemanagten Publikumsfonds. ETFs verwenden wir nur als Beimischung. Wir nutzen also einerseits die Expertise und Erfahrung von aktiven
Fondsmanagern und andererseits die Möglichkeiten eines emotionslosen Risikomanagements durch unseren LAIC ADVISOR. Dabei stehen die individuellen Anlegerpräferenzen und Wünsche immer im Fokus. Wir
kombinieren also quasi die Erfahrung von sehr vielen Fondsmanagern mit den Möglichkeiten eines Advisors.

Die finale Depotzusammensetzung erledigt also Ihre Künstliche Intelligenz (KI)?

Plate: So ist es. Unser selbst lernendes KI-Element im Rahmen des LAIC ADVISORs ist ein weiterer großer Unterschied zur klassischen Robo-Advisory. Wir wenden hochmoderne mathematische
Verfahren zur Berechnung optimaler Depotzusammensetzungen an. Die Datenbasis, die wir dafür verwenden, haben wir uns im Rahmen unserer Digital Asset Plattform 4.0 in unserem Data Warehouse selbst
geschaffen. Eigene Mathematiker und Programmierer optimieren ständig unseren LAIC ADVISOR mit dem Schwerpunkt auf dem Risikomanagement. Ein wesentlicher Faktor bei unserem Risikomanagement ist die
Steuerung unter Berücksichtigung des Expected Shortfalls. Gerade in volatilen Märkten ist unser Angebot ein hochattraktives Produkt, denn durch die systematische Datenauswertung steuert der LAIC
ADVISOR kontinuierlich die Portfolios unserer Kunden und kann gegebenenfalls ein Rebalancing durchführen. Die Ergebnisse dieser Steuerung gerade in der aktuellen Corona-Krise machen mich sehr
optimistisch, dass wir hier ein wegweisendes Produkt entwickelt haben.

Wie sieht es mit den Kosten aus?

Plate: Durch Einsatz von Publikumsfonds mit einer institutionellen Tranche versuchen wir die inhärenten Kosten des Individualdepots zu optimieren. Um dies für LAIC sinnvoll umzusetzen, haben
wir das Mindestanlagevolumen für ein derartiges Individualdepot auf 100.000 Euro festgelegt. Und für Neukunden haben wir ein besonderes Startangebot: Für diese Erstkunden entfällt bis zum 30.
September 2020 dauerhaft die Performance-Fee. Wir streben allerdings im Vergleich zu den Robo-Advisorn nicht die Kostenführerschaft an, sondern wir wollen überproportionale Ergebnisse für unsere
Anleger erzielen.

Gibt es auch Alternativen für kleinere Anlagebeträge oder Sparraten?

Plate: In der Tat setzen wir den LAIC ADVISOR in weiteren Produkten ein. Wir haben dazu fünf Mischfonds aufgelegt, die alle vom LAIC ADVISOR gesteuert werden. Diese am 29. Mai 2020 neu
aufgelegten fünf LAIC-Fonds bieten Privatanlegern eine breit gestreute Anlagelösung mit vordefinierten Nebenbedingungen in festgelegten Risikoklassen. Sie bieten auch die Möglichkeit, einen Fokus
auf Nachhaltigkeit zu legen. Damit haben auch Kunden mit kleinen monatlichen Sparraten oder Einmalbeträgen die Möglichkeit, ein digital gesteuertes Anlageprodukt unter Berücksichtigung der eigenen
Risikobereitschaft zu nutzen.

Gilt das angesprochene Risikomanagement in dieser Form auch für die neuen LAIC-Fonds?

Plate: Ja, Portfoliomanagement bei LAIC ist Risikomanagement. Diesen Grundsatz setzt der LAIC ADVISOR konsequent um. Die algorithmische Kompetenz und menschliche Erfahrung des
LAIC-Expertenteams bilden hierfür die Basis. Für die LAIC-Fonds stellt der LAIC ADVISOR aus unserem gesamten Investmentuniversum in einem sechsstufigen Investmentprozess unter Berücksichtigung der
Risikoklasse und weiterer Nebenbedingungen die Fondsallokation zusammen. Im Ergebnis erzielen die Mischfonds damit eine besonders breite Streuung in über 1.000 Einzelpositionen wie Aktien, Anleihen und ETFs. Die Mischfonds verfolgen dabei das Ziel, die Volatilität des jeweiligen Portfolios möglichst gering zu halten. Die stetige Portfoliooptimierung der LAIC-Fonds
erfolgt dabei vollkommen automatisiert.

Sie sind nun seit gut zwei Monaten mit Ihrem digitalen Individualdepots „LAIC – My Portfolio Selection” am Markt. Wie ist die Resonanz?

Plate: Wir sind ausgesprochen zufrieden. Unser Neukunden-Angebot wird sehr gut angenommen. Inzwischen liegen bereits rund 15 Millionen Euro Assets under Management (AuM) von vermögenden
Privatanlegern und institutionellen Investoren in individuellen Kundendepots, die durch den LAIC ADVISOR gesteuert werden. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir im
zweiten Quartal 2020 die Anlagesumme auf über 20 Millionen Euro in unseren Individualdepots steigern werden. Für das Jahr 2020 ist das Erreichen von über 100 Millionen AuM in den Produkten von LAIC
unser Ziel, womit wir neun Monate nach Marktstart bereits in die Top 10 der digitalen Vermögensverwaltungen vorstoßen würden.

Regional betrachtet sind Sie vor allem in Deutschland aktiv. Wann und wohin wäre eine internationale Expansion ein Thema?

Plate: Das digitale Vermögensmanagement ist in Deutschland, aber auch in Europa ein starker Wachstumsmarkt. Das digital verwaltete AuM-Volumen soll sich in Europa bis zum Jahr 2023 auf rund
108 Milliarden Euro erhöhen. Wir sind von den Wachstumschancen unserer digitalen Vermögensverwaltung LAIC überzeugt. Daher können wir uns durchaus vorstellen, ab 2021 schrittweise in die
europäischen Märkte zu expandieren. Momentan konzentrieren wir uns aber auf unseren Marktstart von LAIC und die damit einhergehende erfolgreiche Positionierung der Marke im deutschen Markt.

Welche Ziele haben Sie bezogen auf die Kennzahl Assets under Management und wie wirkt sich die Corona-Krise auf die Erreichbarkeit aus?

Plate: Unsere Planung sieht bis Ende 2024 ein AuM-Volumen von über 2 Milliarden Euro in unserer LAIC-Produktpalette vor. Damit würden wir uns mittelfristig ganz klar unter den Top 3 der
digitalen Vermögensverwalter in Deutschland positionieren. Für den Gesamtkonzern halten wir an unserem mit der Strategie 2023/2025 formulierten Wachstumsziel von 7 Milliarden Euro Assets under
Management ganz klar fest. Wir erwarten die Erreichung dieses Ziels pandemiebedingt etwas später als ursprünglich geplant bis Ende des Jahres 2024.

Welchen Anteil daran werden Zukäufe haben?

Plate: Die genannten 7 Milliarden Euro sollen durch organisches Wachstum und weitere Akquisitionen im Bereich der individuellen Vermögensverwaltung erreicht
werden. Hier lohnt sich ein Blick auf den gegenwärtigen Markt. Bei Akquisitionen spielen uns das steigende regulatorische Augenmerk der BaFin und auch der anstehende Generationenwechsel bei den
Vermögensverwaltern in die Karten. Im engeren Fokus stehen bei uns Vermögensverwalter mit einem AuM-Volumen von über 1 Milliarde Euro und attraktiven Netzwerken. Den Vermögensverwaltern bieten wir
mit unserer Digital Asset Plattform 4.0 einen klaren Wettbewerbsvorteil in der Kundenbetreuung an. Wir planen mittelfristig, unsere Kunden an jedem unserer drei Standorte in Hamburg, München und
Frankfurt am Main durch eine Vermögensverwaltung zu betreuen.

Sind mögliche Targets durch die aktuelle Krisensituation vielleicht sogar günstiger zu bekommen?

Plate: Die derzeitige Krise bietet durchaus die Chance, dass sich die Marktkorrekturen auch in den Bewertungen der Unternehmen niederschlagen werden. Entscheidend ist aber, dass die
Unternehmen zu unserem Geschäftsmodell passen. Ihr Dienstvertrag läuft vorerst bis Ende 2023, wo steht Lloyd Fonds bis dahin?

Plate: Wir arbeiten konsequent an der Umsetzung der drei Megatrends Digitalisierung, Nutzerzentrierung und Nachhaltigkeit. Lloyd Fonds möchte sich als Innovationsführer bei der Umsetzung
dieser Megatrends im Bereich Asset- und Vermögensmanagement etablieren. Im Segment FONDS werden wir die erfolgreiche Arbeit im aktiven, fokussierten und wertorientierten Fondsmanagement fortführen,
im Segment VERMÖGEN sehe ich Lloyd Fonds unter den Top 5 der Vermögensverwalter in Deutschland und mit LAIC im Geschäftssegment SYSTEM unter den Top 3 der digitalen Vermögensverwalter in Europa.
Der erfolgreiche Start von LAIC gibt uns Rückenwind. Durch die konsequente Umsetzung unserer Strategie und dem daraus resultierenden stetigen Umsatz- und Ergebniswachstum ist die Lloyd Fonds AG ein
attraktives Investment für unsere Aktionäre und etabliert sich als regelmäßiger Dividendenzahler.

Dieses Interview ist eine Kooperation von wallstreet-online mit der Redaktion von www.4investors.de.

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Quelle: wallstreet-online.de

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