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Moderates Minus – Bullen bekämpfen die Bären

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FRANKFURT (dpa-AFX) – Inflationssorgen haben am Freitagmorgen den deutschen Aktienmarkt belastet. Allerdings verringerten sich die Auftaktverluste rasch, und so geht der Kampf zwischen Bullen und
Bären in die nächste Runde. Die Pessimisten fürchten einen sich weiter beschleunigenden Zinsanstieg am US-Anleihemarkt. Der hatte am Vorabend die US-Börsen und schließlich auch Asiens Aktienmärkte
unter Druck gesetzt. Die Optimisten indes setzen auf eine Wirtschaftserholung weltweit im Zuge der Impfkampagnen und sehen Kaufgelegenheiten in fallenden Kursen am Aktienmarkt. Zudem intervenieren
aktuell viele Notenbanker verbal, dass der Renditeanstieg keine Gefahr sei und auch weiterhin Spielraum für eine extrem lockere Geldpolitik bestehe.

Nachdem der Dax zum Handelsstart noch in Richtung 13 700 Punkte abgesackt war, zeigte sich der deutsche Leitindex im weiteren Verlauf mit minus 0,24 Prozent auf 13 846,28
Punkte dann rasch wieder recht erholt. Auf Wochensicht steht aktuell ein Minus von rund einem Prozent zu Buche. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gab um0,68 Prozent
auf 31 427,67 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,48 Prozent auf 3667,43 Zähler.

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Am Vortag noch hatte der Dax einen kurzen Ausflug über die 14 000 Punkte gewagt und war in Richtung seines Rekordhochs gelaufen, bis Gewinnmitnahmen einsetzten. Die Anleger sind nach wie vor
nervös, denn keiner weiß zurzeit wohin die Reise nach der Seitwärtsbewegung der vergangenen Wochen geht.

Sorgen über steigende Zinsen sind dennoch nicht unberechtigt, wie Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners erläutert. „Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem die höheren Zinsen sowohl
den Finanzplanern der Unternehmen als auch den Finanzministern der Staaten Sorgenfalten auf die Stirn treiben“, sagte er. Ein wichtiger Grund für den Anstieg sei das stark zunehmende Angebot an
Staatsanleihen, da Hilfspakete für die Wirtschaft weltweit überwiegend darüber finanziert werden. Das sorge für fallende Kurse dieser Papiere und damit steigende Renditen. Gleichzeitig könnte mit
der höheren Verschuldung die Kreditwürdigkeit einiger Staaten womöglich sinken, und auch dafür verlangten Anleger eine Entschädigung in Form höherer Zinsen.

Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK verwies zudem auf die zum Teil recht hohen Aktienbewertungen und sagte: Auch wenn Notenbanken argumentierten, dass höhere Zinsen die sich aufhellenden
Wirtschaftsaussichten widerspiegelten, nutzten Aktien-Anleger aktuell die Lage, um auch in andere Anlagen zu investieren und umzuschichten.

Unter den Nebenwerten zogen vor allem die Aktien von Grenke die Aufmerksamkeit auf sich, die um 12,5 Prozent hochsprangen. Der wegen seiner Bilanzierung in der Kritik stehende Leasingspezialist
sieht sich durch erste Zwischenergebnisse der BaFin-Sonderprüfung zumindest in Teilen entlastet. Die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mandatierte
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars habe den Vorwurf der Geldwäsche nicht bestätigt, teilte das SDax -Unternehmen mit. Dass die Franchise-Unternehmen nicht voll konsolidiert wurden, sei indes
ein wesentlicher Kritikpunkt gewesen. Dem werde für 2020 nun nachgekommen.

Unter den Einzelwerten im Dax standen einmal mehr Unternehmen mit Geschäftsberichten im Blick: Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hatte bereits Ende Januar Eckdaten bekannt gegeben und lieferte nun
Details und einen Ausblick auf 2021. Die Aktie gab marktkonform um 0,7 Prozent nach.

Auf Vortagesniveau hielt sich zugleich die T-Aktie . Die Deutsche Telekom fuhr im Jahr 2020 erstmals in ihrer Geschichte einen dreistelligen
Milliardenumsatz ein. Analysten lobten vor allem die „sehr starken Leistungskennzahlen“ für den deutschen Markt, wie etwa die Neukundenzahlen im Bereich Mobilfunk und Festnetz.

Compugroup legten um 0,2 Prozent zu. Der auf das Gesundheitswesen spezialisierte Softwareanbieter will -vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung – bis zu einer halben Million eigene
Aktien zurückkaufen. Maximal sollen dafür 40 Millionen Euro ausgegeben werden./ck/mis

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Quelle: wallstreet-online.de

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