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Rendite: Wie Superreiche den Corona-Crash nutzten und welche Assets Vermögende jetzt im Visier haben

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Anstatt ihr Geld Investmentbankern oder institutionellen Vermögensverwaltern in die Hände zu drücken, gründen Superreiche häufig eigene Investment-Firmen für das Familienvermögen. Mit diesen
sogenannten Family Offices können Sie auch dort investieren, wo Privatanleger keinen Zugang haben: Private Equity, Hedgefonds und sogar Start-Ups.

Die Schweizer UBS hat in einer aktuellen Studie 121 der größten Family Offices unter die Lupe genommen. Dabei kam heraus, dass die meisten Familienvermögen bislang relativ unbeschadet durch die
Krise steuern. 76 Prozent der Reichen haben Ihre Anlageziele erreicht oder sogar übertroffen, ergab eine Umfrage aus dem Mai.

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Der unangefochtene Renditetreiber dieser Premium-Anleger ist der Private Equity-Bereich. 69 Prozent sehen die außerbörslichen Beteiligungen als wichtigsten Pfeiler der Anlagestrategie. Das höhere
Risiko nehmen sie dabei gerne in Kauf. „Verluste sind Teil ihres Geschäftsmodells. Es sind nicht die kurzfristigen Verluste, die diesen Kunden die größten Kopfschmerzen bereiten, sondern verpasste
Chancen“, so Josef Stadler, Chef der Family Office-Abteilung bei der UBS.

Im Durchschnitt halten die Superreichen 59 Prozent ihres Kapitals in traditionellen Anlageformen wie Aktien, Anleihen und Bargeld. Weitere 35 Prozent sind in Private Equity, Immobilien und Hedgefonds investiert. Das restliche Vermögen steckt in Gold, Kunst und Antiquitäten. Diese breite Diversifizierung erwies sich während der Corona-Krise als
klarer Vorteil. Der maximale Verlust im Crash lag bei durchschnittlich 13 Prozent – deutlich unter den Verlusten der großen Aktienindizes.

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Trotz der Verwerfungen an den Finanzmärkten rüttelten nur rund die Hälfte der Family Offices an dieser Zusammensetzung ihrer Portfolios. Die UBS-Experten kommen zu dem Schluss, dass Kontinuität den
Familien besonders wichtig ist. Bei Änderungen am Portfolio hat häufig auch die Generation der Erben mitzureden.

Das hielt die Vermögensverwalter der Reichen jedoch nicht davon ab, sich zum richtigen Zeitpunkt günstig mit Aktien und Anleihen einzudecken. 65 Prozent der
Befragten nutzten die Volatilität im März und April, um große Trades durchzuführen. „Wir hatten sehr viele Möglichkeiten bei diesem wahllosen Abverkauf, den wir im März gesehen haben“, wird ein
Family Office-Manager in der Studie zitiert.

Spannend liest sich der Ausblick auf die kommenden Jahre: 45 Prozent der Befragten wollen künftig mehr in Immobilien und Aktien entwickelter Märkte investieren. Zwei von drei Befragten gaben an,
dass sich an ihrem mittelfristigen Ausblick auf die Märkte nichts geändert habe.

Autor: Julian Schick, wallstreet:online Zentralredaktion

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Quelle: wallstreet-online.de

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