Krypto News

Schnäppchenjäger aufgepasst: Jetzt auf unterbewertete britische Aktien setzen? – Analystenstimmen

63d1d5515550feb7a1609426d9d3e750 - Schnäppchenjäger aufgepasst: Jetzt auf unterbewertete britische Aktien setzen? – Analystenstimmen

Wegen der weiterhin bestehenden Brexit-Ungewissheit sind viele britische Aktien im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt deutlich unterbewertet. Fondsmanager Jonathan Winton vom Vermögensverwalter
Fidelity International erklärte Ende November gegenüber dem Handelsblatt: „Britische Aktien sind aktuell auf einem 50-Jahres-Tief gegenüber dem weltweiten Durchschnitt. Das ist eine
ziemlich unfassbare Unterbewertung.“

Mit seiner Einschätzung ist der Fidelity-Analyst nicht allein: Börsenexperten der US-Investmentbank Morgan Stanley nannten britische Aktien kürzlich „extrem günstig“. Sie rechnen damit, dass der
britische Aktienindex FTSE100 im nächsten Jahr rund 17 Prozent zulegen wird. Analysten der Citigroup empfehlen sogar eine „aggressive“ Wette auf britische Aktien, berichtet der
Tagesspiegel Anfang Dezember.

Sollte es doch noch zu einem Freihandelsabkommen zwischen EU und Großbritannien kommen, könnten viele dieser „Brexit-Schnäppchen“ deutlich hinzugewinnen, davon sind viele Marktexperten überzeugt.
Doch viel Zeit bleibt nicht mehr, denn wenn bis zum Jahresende kein Brexit-Deal steht, wird ab Januar 2021 der Handel zwischen EU und dem Vereinigten Königreich mit Zöllen belegt. Der harte Brexit
käme dann doch noch.

Börsenexperte Klaus Brune vom Platow-Verlag ist überzeugt, dass „viele Investoren das Schlimmste offenbar schon eingepreist haben. Der FTSE100 liegt aktuell noch gut 13 Prozent unter dem Stand zu
Jahresbeginn (. . .). Selbst stocktrockene Blue Chips wie Unilever bringen es 2020 gerade einmal auf ein mageres Plus von 1,6 Prozent. Eigentlich wachstumsstarke Titel wie GlaxoSmithKline bringen
ein Fünftel weniger Kapitalgewicht auf die Börsenwaage als noch zu Jahresbeginn. Das durchschnittliche 2021er KGV liegt bei gut 16, die Dividendenrendite bei 3,3 Prozent. Wenn man nicht in Sorge
sein müsste, dass das britische Pfund wegen der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Schwäche Großbritanniens noch einmal abschmieren könnte, wäre ein Engagement in britischen Aktien derzeit
eigentlich ein No Brainer.”

Da viele britische Unternehmen ihre Umsätze international erzielen würden, „sollten Anleger in jedem Fall einen Blick auf ausgewählte [britische] Unternehmen werfen. Mir gefällt z. B.
GlaxoSmithKline mit einem 2021er-KGV von 12 ausgesprochen gut. Auch BAE Systems kommt auf eine attraktive Bewertung von 11”, meint Börsenexperte Brune. Auch viele britische Bergbauwerte seien für
Anleger interessant: „BHP Group (KGV von 12), Rio Tinto (11) und Anglo American (15) könnten abheben, wenn die wirtschaftliche Erholung wie erhofft 2021 einsetzt und sich die Nachfrage nach
wichtigen Rohstoffen wie Kupfer und Platin belebt”, so die Einschätzung des Analysten.

Lesen Sie auch

0397fef3f86ed0b33af2917d0190b3e9 - Schnäppchenjäger aufgepasst: Jetzt auf unterbewertete britische Aktien setzen? – Analystenstimmen

wallstreet:online ZentralredaktionDer große Goldratgeber
Der ultimative Hebel auf den Goldpreis: Renditejäger setzen auf Goldminen-Fonds – Gold bald bei 5.000 Dollar?

Peter Thilo Hasler, Analyst und Gründer von Sphene Capital, schätzt die Lage am britischen Aktienmarkt derzeit wie folgt ein: “In der Tat haben im FTSE 100 in den vergangenen fünf Jahren rund zwei
Drittel der Indexmitglieder an Wert verloren und nur ein Drittel zugelegt. Damit unterscheidet sich der britische Index aber nicht nennenswert vom DAX, wo ebenfalls eine deutliche Polarisierung
festzustellen ist. Folglich könnte es eher auf die Einzelwerte zurückzuführende Gründe für die Underperformance geben, bei BAE Systems etwa die Luftfahrtsparte, die vom Produktionsstillstand der
Boeing 737 MAX und von der aufkommenden Diskussion um „Vice Stocks“ belastet war. Dass sich GlaxoSmithKline nicht nur gegenüber dem Index, sondern vor allem auch gegenüber den US-Healthcare-Aktien
deutlich schlechter entwickelt hatte, könnte auf die anhaltende Konglomerats-Debatte (…) zurückzuführen sein, doch auch diese kann die Underperformance aus meiner Sicht nur zum Teil erklären.“

Trotzdem seien BAE Systems und GlaxoSmithKline „mit dem 11- bzw. 12-fachen der Gewinnschätzungen für das Jahr 2021e und mit Dividendenrenditen von mehr als 4,5 Prozent gehandelt – allesamt
attraktive Werte.“, so Hasler. Allerdings warnt der Analyst ebenfalls vor dem Währungsrisiko bei britischen Aktien „das nach einem No-Deal-Brexit (. . .) erheblich sein könnte.“

Autor: Ferdinand Hammer

Seite 1 von 2

Seite 2 ►

DAX jetzt über den Testsieger (Finanztest 11/2020) handeln, ab 0 € auf Smartbroker.de

Quelle: wallstreet-online.de

No votes yet.
Please wait...

Zum Thema passende Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"