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Wirecard: Muss der Staat für Verluste von Anlegern zahlen?

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Es wäre eine Premiere am deutschen Kapitalmarkt: Der Staat entschädigt Anleger für die Verluste, die sie mit Wertpapieren erlitten haben. Im Fall Wirecard
könnte es soweit kommen. Muss die Bundesrepublik Deutschland den Schaden von Wirecard-Anlegern übernehmen?

Ein Rechtsgutachten, das die Schutzgemeinschaft für Kapitalanleger (SdK) in Auftrag gegeben hat, kommt zu dem Schluss: Ja, eine Haftung ist möglich! Verfasser des Gutachtens ist der Mannheimer
Jura-Professor Martin Renner.

Lassen Sie hier ihre Aussichten auf Schadensersatz im Fall
Wirecard kostenlos und unverbindlich prüfen!

Das Staatshaftungsrecht ist sowohl im Grundgesetz als auch im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Es sieht vor, dass der Staat für Schäden haftet, die Amtsträger oder Behörden verursachen. Im
Fall Wirecard gibt es dafür gleich mehrere Ansatzpunkte. Vor allem hat die Finanzaufsicht Bafin über etliche Jahre handfeste Hinweise auf Manipulationen und Betrug bei Wirecard missachtet und in
erster Linie gegen die Kritiker von Wirecard ermittelt und weniger gegen das Skandalunternehmen. Das zeigt sich beispielsweise am Verbot von Leerverkäufen, das die Bafin im Jahr 2019 als Reaktion
auf kritische Wirecard-Berichte der Financial Times eingeführt hat.

Sollte die Bafin dabei ihre Amtspflicht verletzt haben, kommt eine Staatshaftung für die daraus entstandenen Schäden in Frage, so das SdK-Gutachten. Zwar schließt das deutsche Recht eine Haftung
der Bafin zunächst aus, doch verstoße dies gegen EU-Recht, schreibt Jura-Professor Renner.

Somit haben geschädigte Wirecard-Anleger aus heutiger Sicht insgesamt drei vielversprechende Ansätze, um ihre Verluste mit Wirecard-Aktien und Wirecard-Derivaten ersetzt zu bekommen.

Erstens: Anmeldung der Forderungen im Insolvenzverfahren der Wirecard AG- hier rechnen Experten mit einer Insolvenzquote von rund zehn Prozent.

Zweitens: Klage gegen den Wirtschaftsprüfer von Wirecard, die Firma EY (früher Ernst&Young) – hier sehen Fachleute exzellente Aussichten zumindest auf einen Vergleich und Schadensersatz
in Millionenhöhe. 

Drittens: Staatshaftungsklage gegen die Bafin bzw. die Bundesrepublik Deutschland

In allen drei Fällen ist ein Vorgehen derzeit noch möglich und in vielen Fällen auch aussichtsreich. Allerdings hängen die konkreten Chancen vom Zeitpunkt des Wertpapierkaufs ab. Die Kosten eines
Vorgehens sind zudem abhängig vom Schadensvolumen. Deswegen bietet
die Interessengemeinschaft Widerruf geschädigten Wirecard-Anlegern zunächst eine kostenlose und unverbindliche Prüfung ihres Falls an. Hier erfahren Sie, wie hoch ihr Schadensersatzanspruch ist,
welches konkrete Vorgehen in ihrem Fall sinnvoll ist und welche Kosten damit verbunden sind.

Für die Klage gegen EY bieten wir Wirecard-Aktionären eine Prozessfinanzierung an, mit der sie ohne Kostenrisiko vorgehen können. Denn nur im Erfolgsfall fällt hier ein Honorar in Höhe von 20
Prozent des erstrittenen Schadensersatzes an. Ähnliche Modelle planen wir auch für die Anmeldung zum Insolvenzverfahren und für die Staatshaftungsklage.

Ganz wichtig: Es wird keine automatische Entschädigung für alle Wirecard-Anleger geben. Nur wer aktiv wird, hat Aussichten auf Schadensersatz. Alle anderen werden auf ihren Verlusten sitzen
bleiben. Gerade vor dem Hintergrund, dass in vielen Fällen ein Vorgehen möglich ist, ohne vorab Kosten zu verursachen, sollten geschädigte Anleger hier ihre Möglichkeiten prüfen lassen.

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Quelle: wallstreet-online.de

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