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Mexiko: Regierung verweigert Bitcoin-Plan einer Privatbank | BTC-ECHO

Mexiko hat nicht vor, als nächstes lateinamerikanisches Land den Bitcoin-Kurs einzuschlagen. Einem Krypto-Vorstoß des CEO der Banco Azteca erteilte die mexikanische Regierung eine deutliche Absage.

Der mexikanische Milliardär Ricardo Salinas hatte per Tweet auf einen geplanten Bitcoin-Dienst seiner Privatbank hingedeutet. Mexikos Finanzminister nahm dies offensichtlich zum Anlass, um die Krypto-feindliche Haltung seiner Regierung nochmals in die Öffentlichkeit zu tragen.


Demgemäß teilte Arturo Herrera Gutierrez am 28. Juni über Twitter ein gemeinsames Statement seines Ministeriums, der mexikanischen Zentralbank sowie der Börsenaufsicht CNBV. Die Regierung von Mexiko hält demnach daran fest, dass Bitcoin und Co. nicht als legitime Zahlungsmittel anzusehen sind. Man betrachte Kryptowährungen viel mehr als reine Spekulationsobjekte. Den Banken des Landes bleibt der Umgang mit ihnen somit untersagt:

Finanzinstitute im Land sind nicht befugt, Operationen mit virtuellen Vermögenswerten wie Bitcoin, Ether, XRP und anderen durchzuführen oder der Öffentlichkeit anzubieten, damit zwischen diesen und dem Finanzsystem eine gesunde Distanz gewahrt bleibt.

Das Statement erinnert weiterhin daran, dass Mexikos Banken mit Strafen rechnen müssen, wenn sie der Anordnung ihrer Regierung zuwiderlaufen. Ungeachtet ihrer geringen Volatilität sind auch Stablecoins nicht von dem Verbot ausgenommen. Die Verfasser:innen des Statements betonen, dass ihre strikten Maßnahmen zum Schutz der mexikanischen Landeswährung sind.

Salinas gibt nicht auf?

Ricardo Salinas ist unterdessen bereits seit längerem als Bitcoin-Enthusiast bekannt. Nach einem privaten BTC-Investment wollte der drittreichste Mexikaner nun auch seine Bank auf Krypto-Kurs bringen. In dem Tweet vom 27. Juni, der als Auslöser für Gutierrez‘ Intervention angesehen werden kann, schrieb er:


Bitcoin ist ein guter Weg, um Ihr Investmentportfolio zu diversifizieren und ich denke, jeder Investor sollte anfangen, sich über Kryptowährungen und ihre Zukunft zu informieren.

Bei BancoAzteca arbeiten wir daran, sie [Kryptowährungen] zu unseren Kunden zu bringen und die Freiheit weiter zu fördern.

Ob Salinas sich geschlagen gibt, bleibt abzuwarten. Nachdem das Newsportal BTC Times auf Twitter über die Negativreaktion der mexikanischen Regierung berichtet hatte, gab der reiche Bitcoin-Fan eine uneindeutige Antwort. Er schrieb: “Wir werden sehen.”

El Salvador auf Bitcoin-Kurs

Neben dem Vorstoß von Salinas mag es auch das Geschehen in El Salvador gewesen sein, das Mexikos Machthaber zu einer Reiteration ihrer Haltung zu Kryptowährungen bewogen hat. Denn die dortige Regierung unter Präsident Nayib Bukele ernannte Bitcoin am 9. Juni zum offiziellen Zahlungsmittel.

Der zentralamerikanische Staat möchte sich damit vom US-Dollar unabhängiger machen, der bis lang de facto El Salvadors Landeswährung bildete. Der Schritt befeuert zudem die Integration vieler Bürger:innen in das Finanzsystem, von denen etwa 70 Prozent über kein eigenes Bankkonto verfügen.

Anders als Mexiko möchte Paraguay den Bitcoin-Bemühungen El Salvadors ein Stück weit nachfolgen. Der Abgeordnete Carlos Antonio Rejala Helman hatte hierzu einen geheimnisvollen Tweet abgesetzt. Mittlerweile ist bekannt, dass Helman Mining-Farmen und weitere Krypto-Unternehmen ins Land locken will.


Eine Quelle: btc-echo.de

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