Analysten verzeichnen eine Erholung des Kryptomarktes und einen Rückgang der Hebelwirkung.

Experten von Coinbase Institutional und Glassnode haben laut einem gemeinsamen Bericht der Unternehmen eine Markterholung nach dem Schuldenabbau im Oktober festgestellt.

Analysten zufolge ist die Branche widerstandsfähiger und „disziplinierter“ geworden. Ein wichtiger Trend ist die Verlagerung des Fokus von aggressiven Risikostrategien hin zu defensiven Strategien.

Bitcoin-Dominanz und Vorsicht der Anleger

Die führende Kryptowährung behauptete ihre Marktführerschaft: Der Dominanzindex blieb nahe der 59%-Marke. Anlagen mit mittlerer und geringer Marktkapitalisierung verloren ihre Aufwärtsdynamik.

Die Marktstimmung bleibt verhalten. Der Indikator für nicht realisierte Gewinne/Verluste (NUPL) ist nach den Liquidationen im Oktober von der Vertrauenszone in die Angstzone gefallen.

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Quelle: Coinbase Institutional/Glassnode.

Die Stabilisierung der Kennzahl auf niedrigem Niveau deutet darauf hin, dass die Anleger trotz sich verbessernder makroökonomischer Bedingungen nicht bereit sind, Richtungsrisiken einzugehen.

Der Bericht hob außerdem eine Stärkung der Coin-Distribution hervor. Im vierten Quartal stieg der Anteil des aktiven Bitcoin-Angebots (Coins, die in den letzten drei Monaten gehandelt wurden) auf 37 %.

Risikovermeidung

Die Ereignisse im Oktober führten zu einer deutlichen Reduzierung der systemischen Hebelwirkung. Das Volumen der Positionen in unbefristeten Terminkontrakten ging zurück, und die Hebelquote (ohne Stablecoins) sank auf etwa 3 % der gesamten Marktkapitalisierung.

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Quelle: Coinbase Institutional/Glassnode.

Anstatt ihre Positionen vollständig aufzugeben, haben Händler Kapital in den Optionsmarkt umgeschichtet. Das offene Interesse in diesem Sektor hat dasjenige von Bitcoin-Futures übertroffen. Marktteilnehmer bevorzugen Instrumente mit festem Risiko, was das Handelsumfeld verlässlicher macht.

Paradigmenwechsel für Ethereum

Analysten gehen davon aus, dass Ethereum sich der Spätphase des aktuellen Zyklus nähert, der im Juni 2022 begann. Allerdings verlieren traditionelle Zyklusindikatoren an Aussagekraft.

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Quelle: Coinbase Institutional/Glassnode.

Grund dafür waren strukturelle Veränderungen im Ökosystem, darunter Gebührensenkungen in L2-Netzwerken und eine neue Tokenomics. Experten gehen davon aus, dass die Dynamik von Ether heute stärker von der allgemeinen Liquiditätslage als von der Dauer des Marktzyklus abhängt.

Laut Umfragen bleiben institutionelle Anleger „selektiv positiv“ und bevorzugen angesichts geopolitischer Unsicherheit weiterhin Large-Cap-Anlagen.

Zur Erinnerung: Ein Analyst mit dem Pseudonym CryptoQuant Gaah berichtete, dass der realisierte Verlust der Besitzer von digitalem Gold 4,5 Milliarden Dollar erreichte – der höchste Wert seit drei Jahren.

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