
Ein Gericht in Los Angeles verurteilte den 45-jährigen chinesischen Staatsbürger Jingliang Su zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten wegen Geldwäsche und Kryptowährungsbetrugs in Höhe von 36,9 Millionen Dollar, die von 174 amerikanischen Investoren gestohlen wurden.
Das Gericht verurteilte den Täter außerdem zur Zahlung von 26,8 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Er befindet sich seit Dezember 2024 in Haft. Im Juni 2025 bekannte er sich der Verschwörung zum illegalen Geldtransfer für schuldig.
Laut US-Justizministerium war Su Teil eines internationalen kriminellen Netzwerks, das gestohlene Gelder von Opfern über US-amerikanische Briefkastenfirmen, internationale Bankkonten und Kryptowährungs-Wallets wusch. Die Kriminellen kontaktierten Amerikaner über soziale Medien, telefonisch oder über Dating-Portale und boten ihnen kurz nach dem ersten Treffen Investitionen in Kryptowährungen an. Dabei leiteten sie die Opfer auf gefälschte Webseiten weiter, die seriösen Krypto-Handelsplattformen täuschend ähnlich sahen.
Die persönlichen Konten der Opfer auf betrügerischen Plattformen wiesen fiktive Gewinne auf, um sie zu weiteren Einzahlungen zu verleiten. Die Gelder wurden über Briefkastenfirmen in den USA und die Deltec Bank auf den Bahamas geschleust, wo sie in Tether (USDT)-Stablecoins umgetauscht und an Krypto-Wallets in Kambodscha transferiert wurden. Von dort aus wurden die USDT laut US-Justizministerium unter den Teilnehmern des Betrugs verteilt.
Im vergangenen Jahr verurteilte ein Bezirksgericht in Florida einen 20-Jährigen wegen Betrugs per Telekommunikation und Diebstahls von Kryptowährung zu zehn Jahren Haft. Den Opfern entstand ein Schaden von über 13 Millionen US-Dollar.
