Kryptowährungsinvestoren verstärken ihren politischen Einfluss.

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Zwei einflussreiche Persönlichkeiten der Kryptowährungsbranche planen, mehrere zehn Millionen Dollar in den kalifornischen Politikbetrieb zu investieren. Sie wollen Einfluss auf die Zusammensetzung des kalifornischen Parlaments nehmen und dabei gemäßigte, wirtschaftsfreundliche Kandidaten unterstützen. Zudem wollen sie den Einfluss der Gewerkschaften, die traditionell großen politischen Einfluss ausüben, deutlich reduzieren.

Die Initiative wird mit Unterstützung von Grow California umgesetzt. Ripple-Mitbegründer und langjähriger Spender der Demokratischen Partei, Chris Larsen, ist ebenfalls aktiv beteiligt. Laut der New York Times ist auch der Risikokapitalgeber Tim Draper mit von der Partie.

Laut Larsen schützen Gewerkschaften effektiv ihre eigenen Interessen. Die übermäßige Abhängigkeit des politischen Systems von ihrem Einfluss schränkt jedoch die Fähigkeit ein, Entscheidungen zu treffen, die die langfristige wirtschaftliche Entwicklung des Bundesstaates fördern. Er ist der Ansicht, dass Kalifornien einen ausgewogeneren Ansatz in der Gesetzgebung benötigt.

Der Anstieg der Spendenaktivitäten aus dem Silicon Valley fällt zeitlich mit der Debatte im Bundesstaat über eine Vermögenssteuer zusammen, die, sollte sie verabschiedet werden, das Vermögen der reichsten Einwohner beeinträchtigen könnte. Obwohl die Initiatoren behaupten, das Projekt sei bereits vor dieser Debatte gestartet worden, hat sie maßgeblich zum Aufbau der Unterstützerbasis der Bewegung beigetragen.

Im vergangenen September spendeten Larsen und Draper jeweils 5 Millionen Dollar für die Gründung der Organisation. Grow California gibt an, dass die Zusagen von gemeinnützigen Organisationen bereits rund 40 Millionen Dollar erreicht haben. Larsen kündigte außerdem an, in mehreren Wahlgängen bis zu 30 Millionen Dollar seines eigenen Vermögens zu investieren.

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