
Während die Debatten auf dem Kryptomarkt nach dem starken Kurssturz, der als Crash vom 10. Oktober bekannt wurde, anhalten, gab Raoul Pal eine bemerkenswerte Einschätzung ab.
Real Vision-Mitbegründer und CEO Pal argumentierte diese Woche in einem Podcast, dass Bitcoin laut globalen Liquiditätsmodellen unter den aktuellen Bedingungen bei etwa 140.000 US-Dollar liegen sollte. Er merkte jedoch an, dass Kryptowährungen seit den Ereignissen vom 10. Oktober im Vergleich zu Aktien und Gold eine schwächere Performance gezeigt haben.
Laut Pal begannen die Ereignisse vom 10. Oktober mit einer Kettenreaktion von Liquidationen. Er erklärte, dass der makroökonomische Schock dieses Tages, insbesondere die Auswirkungen der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump, groß angelegte Liquidationen hochriskanter Positionen auslöste.
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Pal behauptete, dass auf dem Höhepunkt der Liquidationswelle ein kurzzeitiger Ausfall der Binance-API professionelle Market Maker daran hinderte, Aufträge zu platzieren, Liquidität bereitzustellen und Risiken abzusichern. Dies habe eine Kettenreaktion ausgelöst, die die Liquidationen weiter beschleunigt habe, und führende zentralisierte Börsen seien gezwungen gewesen, mit ihren Guthaben einzugreifen, um das System aufrechtzuerhalten.
Pal schätzt, dass zentralisierte Börsen während dieses Ereignisses gezwungen waren, ihre Bestände um etwa 10 Milliarden US-Dollar aufzustocken. Er argumentiert, dass die darauffolgende anhaltende Marktschwäche durch den allmählichen Abbau dieser Bestände verursacht wurde. Folglich versuchten diese Börsen, ihre Positionen durch den stückweisen Verkauf von Vermögenswerten zu reduzieren, insbesondere durch algorithmische und intensive Verkäufe in den ersten Handelsstunden der US-Börsen.
Pal prognostizierte, dass der aktuelle Verkaufsdruck bis Ende Februar weitgehend nachlassen und Bitcoin sich anschließend schnell erholen und die Marke von 140.000 US-Dollar erreichen könnte. Er betonte zudem, dass das Schuldenrisiko von Strategy beherrschbar sei, und wies darauf hin, dass der Firmengründer Michael Saylor die Bilanz durch Anleiheemissionen und Kapitalerhöhungen gestärkt habe.
Changpeng Zhao (CZ) reagierte hingegen am Freitag in einer Sendung auf Space auf diese Anschuldigungen. Zhao erklärte: „Der Kurssturz vom 10. Oktober wurde nicht durch ein systemisches oder betriebliches Problem bei Binance verursacht. Binance ist ein reguliertes Unternehmen, und es gibt keinerlei Anhaltspunkte für illegale Aktivitäten.“
Dies ist keine Anlageberatung.
