
Im Januar erreichten die durchschnittlichen Kosten für Mining-Unternehmen zur Gewinnung eines Bitcoins laut Analysten des Krypto-Asset-Managers und Hedgefonds Capriole Investments 74.300 US-Dollar.
Analysten zufolge wird ein Großteil der amerikanischen Mining-Unternehmen trotz sinkender Gewinne auch bei einem weiteren Kursverfall der führenden Kryptowährung weiter operieren. Die großen Marktteilnehmer verfügen über finanzielle Reserven, Zugang zu günstigen Finanzierungen und langfristige Stromlieferverträge, die es ihnen ermöglichen, längere Phasen geringer Rentabilität zu überstehen.

Solche Phasen des Drucks auf Miner gingen in der Vergangenheit stets mit erhöhter Volatilität der Vermögenswerte einher. Kurzfristig könnte eine Kapitulation der Unternehmen zu vermehrten Verkäufen geschürfter Coins führen, um die Kosten zu decken.
„Wenn gleichzeitig aufgrund steigender Kosten massenhaft Miner den Markt verlassen, besteht die Möglichkeit, dass der Bitcoin-Preis unter 60.000 US-Dollar fällt und damit der Abwärtstrend verstärkt wird“, so die Einschätzung von Capriole Investments.
Wenn jedoch einige Miner ihre Anlagen abschalten, sinkt die Mining-Schwierigkeit mit der Zeit, wodurch das Mining für die verbleibenden Teilnehmer rentabler wird. Dies trägt dazu bei, das Gleichgewicht zwischen Kosten und Einnahmen wiederherzustellen und das Netzwerk zu stabilisieren. Diese Situation deutet weniger auf eine systemische Krise der Branche als vielmehr auf eine Anpassungsphase an neue Marktbedingungen hin. Laut den Experten von Capriole Investments könnte dies zukünftig zur Verdrängung der ineffizientesten Marktteilnehmer führen.
Zuvor hatte die georgische Regulierungsbehörde für Energie und Versorgung (GNERC) berichtet, dass sich der Stromverbrauch lokaler Bergbauunternehmen im vergangenen Jahr verdreifacht hat. Industrielle Rechenzentren verbrauchten den größten Teil des Stroms.
