Epstein stand in engem Kontakt mit dem Mitbegründer von Tether und bat ihn, ihm in Kiew ein „Geschenk“ zu besorgen.

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  • Das US-Justizministerium hat Korrespondenz veröffentlicht, die auf langjährige Kontakte zwischen Pierce und Epstein hinweist.
  • Die Dokumente beschreiben persönliche und geschäftliche Beziehungen, einschließlich Diskussionen über Krypto-Investitionen.
  • Pierce hat zuvor erklärt, dass sich ihre Kontakte auf Branchenkontakte beschränkten.

Neu freigegebene Dokumente aus dem Fall Jeffrey Epstein enthüllen Details seiner Kontakte zu Brock Pierce, dem Mitbegründer von Tether. Die freigegebenen Dokumente enthalten Korrespondenz zwischen den beiden und deuten auf engere Verbindungen hin als bisher angenommen.

Treffen, Frauen und Reisen

Laut den vom US-Justizministerium veröffentlichten Dokumenten pflegten Pierce und Epstein über mehrere Jahre hinweg einen regelmäßigen E-Mail-Kontakt.

In den E-Mails ging es um Geschäftskontakte, Reisen und private Angelegenheiten. Unter anderem wurden Themen wie Zeit mit Frauen, romantische Beziehungen, Kryptowährungen und Reisen angesprochen.

In einer E-Mail aus dem Jahr 2012 bat Epstein Pierce beispielsweise, während einer Reise nach Moskau, Kiew und Odessa Fotos zu machen, um ein „Geschenk“ für ihn auszusuchen. Im selben Jahr bedankte sich Pierce bei dem Finanzier für die „wunderbare Zeit, die er mit den Mädchen verbracht hatte“.

Korrespondenz zwischen Epstein und Pierce. Quelle: US-Justizministerium.

Die Dokumente enthüllen auch einige Interaktionen im Zusammenhang mit Pierces „kleiner Freundin“. Laut den Dokumenten arbeitete sie als Epsteins Assistentin und unterhielt gleichzeitig eine intime Beziehung zu dem Krypto-Unternehmer.

Die Beziehung war langfristig und begann offenbar spätestens im Jahr 2011.

„Brock und ich haben ein tolles Verhältnis und ich liebe ihn sehr, aber er ist jetzt verheiratet und führt einen Lebensstil, den ich, glaube ich, nicht auf gesunde Weise durchhalten könnte“, schrieb sie in einem ihrer Briefe.

Epsteins Korrespondenz mit einer Frau bezüglich Pierce. Quelle: US-Justizministerium.

Mehrere Nachrichten erwähnen Einladungen zu Treffen in New York und auf den Jungferninseln sowie den Austausch persönlicher Grüße und Gespräche über private Angelegenheiten. Andere Briefe beinhalten Erörterungen gemeinsamer Pläne und die Vorstellung von Kontakten zu Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik.

Verbindungen in der Kryptoindustrie

Die Dokumente zeigen unter anderem, dass Pierce Epstein über die Entwicklungen auf dem Kryptomarkt auf dem Laufenden hielt.

In dem Schriftwechsel werden der Anstieg des Bitcoin-Preises, Versuche zur Übernahme der Kryptobörse Mt. Gox sowie Kontakte zu Krypto-Unternehmern, darunter den Winklevoss-Brüdern, erwähnt. Epstein bekundete Interesse an Investitionen und bat um Unterstützung beim Knüpfen von Kontakten in der Branche.

Diskussion über den versuchten Erwerb von Mt. Gox. Quelle: US-Justizministerium.

Die Unterlagen deuten zudem darauf hin, dass Epstein die Möglichkeit, in Coinbase zu investieren, über Pierces Kontakte angeboten wurde, obwohl der Finanzier anschließend unabhängig investierte. In der Korrespondenz wurden potenzielle Partnerschaften sowie die Regulierung von Kryptowährungen und Anlagestrategien erörtert.

Die Kontakte zwischen Pierce und Epstein bestanden bis 2019. Sie endeten kurz vor der zweiten Verhaftung des Finanziers und seinem Tod im Gefängnis, während er auf seinen Prozess wegen Bundesverbrechen wartete.

Aus den veröffentlichten Dokumenten geht hervor, dass sich ihre Interaktionen nach Epsteins Verurteilung im Jahr 2008 wegen Kindesmissbrauchs intensivierten.

Pierces Vertreter hatten zuvor gegenüber den Medien erklärt, dass sich seine Korrespondenz mit dem Finanzier hauptsächlich auf Krypto-Assets bezogen habe. Sie betonten außerdem, dass die Kontakte im Rahmen von Branchenveranstaltungen in Anwesenheit anderer Teilnehmer stattgefunden hätten.

Die freigegebenen Unterlagen belegen jedoch eine umfassendere Interaktion. Zur Erinnerung: Wir berichteten bereits, dass UNICEF die Kriminalisierung von KI-gestützten kinderpornografischen Inhalten gefordert hat.

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