
Die Sovcombank, Russlands neuntgrößte Bank nach Bilanzsumme, hat die Einführung kryptowährungsbesicherter Kredite angekündigt. Diese Kredite basieren auf Bitcoin und stehen sowohl Privatpersonen als auch juristischen Personen zur Verfügung. Das Kreditinstitut gab bekannt, als erstes Finanzinstitut in Russland solche Kredite öffentlich und dauerhaft anzubieten. Zugang zu dem Produkt haben ausschließlich Kunden, die rechtmäßig digitale Vermögenswerte besitzen. Dieses neue Instrument ermöglicht die Finanzierung, ohne Kryptowährung verkaufen zu müssen.
Die Produkteinführung folgt auf das Pilotprojekt der Sberbank, die Ende Dezember ihren ersten mit Bitcoin besicherten Kredit an das Mining-Unternehmen Intelion Data vergab. Trotz regulatorischer Unsicherheit wächst das Interesse russischer Banken an kryptowährungsbesicherten Krediten stetig. Mining-Unternehmen und Firmen mit digitalen Vermögenswerten erwägen solche Instrumente, um Liquidität freizusetzen und gleichzeitig ihr Marktengagement aufrechtzuerhalten.
Laut Marina Burdonova, Compliance-Direktorin der Sovcombank, bietet die Bank Bitcoin-besicherte Kredite an, die auf die Entwicklung der Geschäfte ihrer Kunden abzielen.
Die Sovcombank ist überzeugt, dass Mining keine hochspezialisierte Tätigkeit mehr ist, sondern sich zu einer vollwertigen Anlageklasse entwickelt hat. Die Bank bewertet dieses Segment als gekennzeichnet durch vorhersehbare Renditen, eine klare Amortisationszeit und überschaubare Risiken. Daher sieht das Kreditinstitut Potenzial in der Zusammenarbeit mit allen Akteuren der Kryptoindustrie.
Bankvertreter weisen darauf hin, dass dies nicht nur für Miner, sondern auch für Rechenzentrumsbetreiber, Kryptobörsen und Spardienstleister gilt. Die Einführung von Bitcoin-besicherten Krediten wird als wichtiger Schritt hin zur Entwicklung eines breiteren Spektrums an Finanzprodukten für die digitale Wirtschaft gesehen.
