
Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche verkauften die bhutanischen Behörden Bitcoin, die im Rahmen eines staatlichen Mining-Projekts geschürft worden waren. Der Gesamtwert der beiden Transaktionen belief sich auf 22,3 Millionen US-Dollar. Bhutan ist eines der wenigen Länder weltweit mit eigenen Kryptowährungsreserven.
Am Mittwoch transferierte Bhutan laut Daten von Arkham 184 BTC im Wert von 14 Millionen US-Dollar aus seinen Reserven und in der vergangenen Woche 100,8 BTC im Wert von 8,3 Millionen US-Dollar. Beide Transfers gingen an den Market Maker QCP Capital. Solche Transaktionen stellen typischerweise Verkäufe und keine Investitionen dar, da Market Maker dabei helfen, Vermögenswerte in liquide Mittel umzuwandeln. Bhutans letzte aktive Bitcoin-Verkäufe fanden Mitte bis Ende September 2025 statt.
Seit dem Beginn der Wasserkraftnutzung im Jahr 2019 hat Bhutan Bitcoin im Wert von rund 765 Millionen US-Dollar angehäuft. Laut Bitcoin Treasuries sind die Kryptowährungsreserven des südasiatischen Landes von einem Höchststand von 13.295 BTC im Oktober 2024 auf aktuell 5.700 BTC gesunken. Im Ranking der Länder nach Bitcoin-Volumen ist Bhutan auf den siebten Platz abgerutscht, hinter den USA, China, Großbritannien, der Ukraine, El Salvador und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Der Rückgang der bhutanischen Währungsreserven fiel mit einem Bitcoin-Crash zusammen. Die Kryptowährung hat seit ihrem Allzeithoch von 126.080 US-Dollar, das sie im Oktober letzten Jahres erreichte, über 40 % an Wert verloren. Am Morgen des 5. Februar notierte die führende Kryptowährung bei 71.062 US-Dollar, fiel aber kurzzeitig unter 71.000 US-Dollar – erstmals seit März 2024.
Der anhaltende Kursverfall von Bitcoin sollte laut Analysten von K33 nicht mit den Zyklen von 2018 und 2022 verglichen werden. Sie halten einen Einbruch um 80 % für unmöglich, da die institutionellen Inhaber der Kryptowährung derzeit nicht planen, ihre Bestände zu verkaufen.
