Vier Russen drohen Gefängnisstrafen wegen Bedrohung eines Bergmanns.

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In der russischen Region Krasnodar wurden vier Anwohner vor Gericht gestellt: Sie stehen im Verdacht, vom Verwalter eines Bergbaubetriebs Geld erpresst zu haben.

Im Jahr 2021 beschlossen zwei Brüder, deren Namen die Polizei nicht veröffentlicht, mit dem Schürfen von Kryptowährung Geld zu verdienen. Die Verwandten fanden einen Spezialisten, der die notwendige Ausrüstung beschaffte, ein Mining-Rig einrichtete und gegen Gebühr Bitcoins für sie schürfte. Laut Aktenlage investierten die Brüder 6 Millionen Rubel in das Projekt.

Die Kryptofarm befand sich in einem Nebengebäude im Bezirk Sewerski. Nach mehreren Jahren erfolgreichen Minings brach ein Feuer aus, das die gesamte Ausrüstung zerstörte. Der Betreiber der Farm gab den Brüdern das erhaltene Geld (6 Millionen Rubel) zurück und übergab ihnen zusätzlich geschürfte Bitcoins. Daraufhin drohten die Männer dem Betreiber mit körperlicher Gewalt und forderten weitere 6 Millionen Rubel als Entschädigung, so die Polizei.

Als der Krypto-Farmer die Zahlung verweigerte, heuerten die Männer laut Aktenlage zwei Bekannte an, um die Schulden einzutreiben. Der Krypto-Farmer verabredete sich mit einem der Verdächtigen in einem Restaurant, wo dieser von Beamten des regionalen FSB-Büros festgenommen wurde. Die Strafverfolgungsbehörden nahmen später drei weitere Verdächtige fest.

Der Fall wurde nun an das Gericht verwiesen. Den Angeklagten drohen bis zu 15 Jahre Haft – die Höchststrafe, die gemäß dem Anklagepunkt der Erpressung (Artikel 163 Absatz 3 des russischen Strafgesetzbuches) vorgesehen ist.

Weltweit haben sogenannte „Spanner Attacks“ – gewalttätige Übergriffe auf Krypto-Investoren und ihre Familien – im vergangenen Jahr um 75 % zugenommen. Frankreich verzeichnet die meisten Fälle. Anfang Januar wurde dort außerdem ein Steuerbeamter unter dem Verdacht festgenommen, Informationen über Kryptowährungsinhaber an kriminelle Organisationen weitergegeben zu haben.

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