
Die US-Regulierungsbehörden haben die Gründung einer neuen nationalen Bank genehmigt. Das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hat die Einführung der Erebor Bank freigegeben. Das Angebot richtet sich an Unternehmen aus dem Technologiesektor und solche, die mit digitalen Vermögenswerten arbeiten. Die Lizenz berechtigt die Bank, in den gesamten Vereinigten Staaten tätig zu sein.
Erebor startet mit einem Startkapital von rund 635 Millionen US-Dollar und zielt auf Kunden ab, die von der Insolvenz der Silicon Valley Bank im Jahr 2023 betroffen waren. Dazu gehören vor allem Venture-Capital-finanzierte Startups und vermögende Privatpersonen. Nach dem Ausscheiden der Silicon Valley Bank sahen sich viele Technologieunternehmen mit strengeren Regulierungen traditioneller Banken und eingeschränktem Kreditzugang konfrontiert. Erebor will diese Lücke schließen, indem es ein auf Unternehmen mit atypischen Vermögenswerten und Investitionszyklen zugeschnittenes Servicemodell anbietet.
Das Projekt wird von namhaften Risikokapitalgebern wie Andreessen Horowitz, Founders Fund, Lux Capital und 8VC unterstützt. Oculus-Mitgründer Palmer Luckey ist einer der Gründer und wird dem Aufsichtsrat angehören, jedoch nicht in das operative Geschäft eingebunden sein. Diese Struktur unterstreicht den institutionellen Charakter der Bank und ihren Fokus auf langfristige Entwicklung.
Erebor positioniert sich als spezialisierter Kreditgeber für technologisch hochkomplexe Branchen. Zu seinen Prioritäten zählen Verteidigungstechnologien, Robotik, künstliche Intelligenz und fortschrittliche Fertigung.
Zu den potenziellen Kunden zählen Unternehmen, die in den Bereichen KI-Infrastruktur, Luft- und Raumfahrtprojekte sowie pharmazeutische Entwicklungen tätig sind. Bankvertreter sind der Ansicht, dass traditionellen Finanzinstituten häufig die nötige Datenexpertise fehlt, um diese Bereiche angemessen zu bewerten.
