Analysten von JPMorgan nannten ein langfristiges Kursziel für Bitcoin – 266.000 US-Dollar.

Im Gegensatz zu den Skeptikern

Trotz der aktuellen Negativität behält JPMorgan einen positiven langfristigen Ausblick bei.

„Der deutliche Vorsprung von Gold gegenüber Bitcoin seit Oktober letzten Jahres, verbunden mit dem starken Anstieg der Volatilität des Edelmetalls, hat die erste Kryptowährung langfristig noch attraktiver im Vergleich zu Gold gemacht“, so die Analysten.

Sie hoben hervor, dass das Volatilitätsverhältnis der ersten Kryptowährung zu Gold auf rund 1,5 gesunken sei, ein Rekordtief, wodurch Bitcoin „zunehmend attraktiv“ werde.

Nicht in diesem Jahr

Dem Modell zufolge müsste die Marktkapitalisierung von Bitcoin einem Preis von 266.000 US-Dollar pro Coin entsprechen, um mit privaten Investitionen in Gold (rund 8 Billionen US-Dollar ohne Zentralbankreserven) gleichzuziehen.

Analysten bezeichnen dieses Ziel für das laufende Jahr als „unrealistisch“. Die Berechnungen zeigen jedoch langfristiges Wachstumspotenzial nach einer Änderung der Marktstimmung, wenn das Asset wieder zu einem attraktiven Instrument zur Absicherung makroökonomischer Risiken wird.

Im vergangenen November prognostizierten Experten einen Anstieg auf 170.000 US-Dollar innerhalb eines Zeitraums von 6 bis 12 Monaten, basierend auf einem Vergleich mit dem um die Volatilität bereinigten Edelmetallpreis.

Der neue Richtwert liegt deutlich höher, basiert aber auf einer längerfristigen Perspektive. Die Anpassung erfolgte nach einer Anhebung der langfristigen Goldpreisprognose der Bank auf 8.000 bis 8.500 US-Dollar.

Mehrdeutige Situation

Trotz der allgemeinen Marktschwäche fielen die Liquidationen an den Derivatemärkten geringer aus als im Vorquartal. Der Schuldenabbau bei Perpetual Futures war im Vergleich zur Oktoberwelle weniger stark.

Die institutionellen Verluste an der CME sind im Vergleich zum vorherigen Berichtszeitraum ebenfalls gesunken.

ETFs

Die Kapitalbewegungen in börsengehandelten Fonds bestätigen die negative Stimmung. Der anhaltende Kapitalabfluss aus Bitcoin- und Ethereum-ETFs deutet auf eine schwache Nachfrage sowohl von Privatanlegern als auch von institutionellen Investoren hin.

Stablecoins

Das Angebot an Stablecoins ist in den letzten Wochen zurückgegangen, was die Vorsicht des Marktes widerspiegelt. Analysten sehen darin jedoch kein Zeichen für Kapitalflucht.

Experten bezeichnen diese Dynamik als natürliche Reaktion auf den Rückgang der Gesamtmarktkapitalisierung. Historisch gesehen korreliert das Volumen von Stablecoins mit dem Markt: Mit sinkenden Kursen benötigt das Ökosystem weniger Liquidität.

Man erinnere sich daran, dass die Analysten von JPMorgan einen großen Kapitalzufluss in die Kryptoindustrie prognostiziert hatten.

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