
Die US-Staatsanwaltschaft hat die Auslieferung des 34-jährigen Ryan James Roach aus Saskatoon, Kanada, beantragt. Ihm wird vorgeworfen, die Computer einer amerikanischen Universität gehackt zu haben, um Kryptowährung zu schürfen.
Die Staatsanwaltschaft des westlichen Bezirks von New York wirft Roach vor, sich 2017 mit einem anderen Kanadier, einem Einwohner Ontarios, verschworen zu haben, um heimlich auf die Rechenleistung einer nicht genannten US-Universität zuzugreifen. Laut Anklage soll Roach Zugangsdaten gestohlen, Schadsoftware installiert und Server gehackt haben, um sich Zugang zu den Computern zu verschaffen. Die Täter nutzten die Rechenleistung der Universität, um die Kryptowährung Electroneum zu schürfen.
Infolge des Netzwerkangriffs und des darauf folgenden Stromausfalls erlitt die Bildungseinrichtung einen Schaden in Höhe von 337.000 US-Dollar, in dem auch die Kosten für die Durchführung einer Untersuchung und die Wiederherstellung der beschädigten Infrastruktur enthalten sind, wie lokale Medien berichten.
Das FBI analysierte IP-Adressen, Serverprotokolle, E-Mail-Konten und Hosting-Aufzeichnungen und deckte so Roachs digitale Spuren auf. Die Ermittler behaupten, die Beweise reichten aus, um die Auslieferung des Kanadiers an die Vereinigten Staaten zu beantragen.
Im Dezember 2025 wurde Roach von der kanadischen Polizei festgenommen, jedoch letzten Monat gegen Kaution freigelassen. Das Gericht hielt die Untersuchungshaft für zu hart für jemanden ohne Vorstrafen, insbesondere da sich die Anklagepunkte auf Ereignisse beziehen, die acht Jahre zurückliegen. Das Gericht schränkte Roachs Nutzung internetfähiger Geräte jedoch ein und untersagte ihm jeglichen Kontakt zu seinen mutmaßlichen Komplizen.
Die Anwältin des Angeklagten, Patricia Farnese, erklärte, ihr Mandant beteuere weiterhin seine Unschuld. Ein Gericht in Saskatoon wird über Roachs Auslieferungsantrag an die Vereinigten Staaten verhandeln. Der Richter wird dabei prüfen, ob die von der US-Staatsanwaltschaft vorgelegten Beweise die Auslieferungskriterien erfüllen und ob die mutmaßlichen Verstöße eine ausreichende Grundlage für eine Anklageerhebung gegen ihn darstellen.
In Kanada wird die Verschwörung zur unbefugten Computernutzung mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren geahndet. Die Auslieferungsanhörung für Roach ist für den 3. April angesetzt. Sollte der Richter zustimmen, trifft der kanadische Justizminister die endgültige Entscheidung über seine Auslieferung an die Vereinigten Staaten.
Vor einigen Jahren schlugen kanadische Regulierungsbehörden vor, den Bergbau als Wertpapierhandel einzustufen. Im Jahr 2024 bestätigte ein Gericht in der kanadischen Provinz British Columbia ein von lokalen Energieunternehmen vorgeschlagenes 18-monatiges Moratorium für Bergbauunternehmen.
