On-Chain-Daten reduzieren das Insolvenzrisiko für Strategy Inc.

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Im Zuge der Kurskorrektur und Erholung des Bitcoin ( BTC ) während des Bärenmarktes wuchsen die Befürchtungen, dass Strategy Inc., ehemals MicroStrategy, im aktuellen Zyklus in Konkurs gehen könnte. In einem Umfeld erhöhter Volatilität tauchen solche Szenarien regelmäßig auf und werden oft durch Kursrückgänge verstärkt. Unternehmensrisiken werden in Phasen von Marktdruck häufig überschätzt. Laut Analysten von XWIN Research Japan bleibt die aktuelle Kursdynamik von BTC anfällig für einen weiteren Rückgang. Es ist jedoch Vorsicht geboten, kurzfristige Kursschwankungen direkt mit einer drohenden Finanzkrise des Unternehmens in Verbindung zu bringen.

Eine Analyse der öffentlichen Finanzberichte von Strategy Inc. und der On-Chain-Daten von CryptoQuant zeichnet ein anderes Bild. Eine zentrale Beobachtung ist, dass die Bitcoin-Bestände des Unternehmens nicht sinken. Laut der Kennzahl „Gehaltene Menge“ wachsen die $BTC- Reserven seit 2020 kontinuierlich. Sie belaufen sich aktuell auf rund 670.000 Coins. Es gibt keine Anzeichen für Zwangsverkäufe oder Liquiditätsabflüsse, selbst in Phasen starker Kursrückgänge.

Die Kennzahl „Gesamtinvestition vs. aktueller Wert“ liefert zusätzliche Einblicke in die Struktur. Der Bitcoin-Marktwert der Strategie schwankt deutlich und folgt dem $BTC -Kurs. Gleichzeitig wachsen die Gesamtinvestitionen schrittweise weiter. Dies deutet darauf hin, dass das Unternehmen sein Engagement trotz kurzfristiger Verluste nicht reduziert hat. Die Strategie konzentriert sich weiterhin auf eine langfristige Kapitalstruktur anstatt auf kurzfristiges Liquiditätsmanagement.

Die Bilanz erscheint ebenfalls stabil. Strategys geschätzte Bitcoin-Vermögenswerte liegen zwischen 49 und 59 Milliarden US-Dollar, während die Verbindlichkeiten des Unternehmens bei rund 8,2 Milliarden US-Dollar liegen. Diese Differenz schafft einen signifikanten Vermögenspuffer. Das Institut verfügt zudem über liquide Mittel in Höhe von rund 2,25 Milliarden US-Dollar.

Die Fälligkeitsverteilung der Schulden ist ebenfalls von Bedeutung. Die meisten Schulden werden erst nach 2027/2028 fällig. Dies reduziert den kurzfristigen Druck auf das Unternehmen erheblich. Analysten wiesen darauf hin, dass Risiken bei anhaltender Schwäche des Bitcoin-Kurses und sich verschlechternden Kapitalmarktbedingungen bestehen bleiben. In einem solchen Szenario könnte sich der Druck verstärken. Aktuell deuten jedoch die On-Chain-Daten und die Bilanzstruktur nicht auf eine unmittelbar bevorstehende Krise hin.

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