
US-Präsident Donald Trump hat die Ernennung eines Nachfolgers für Jerome Powell bekannt gegeben, dessen Amtszeit als Vorsitzender der Federal Reserve im Mai ausläuft.
Zu diesem Zeitpunkt nominierte Trump Kevin Warsh. Während die Diskussionen darüber, wie sich Warsh auf die Märkte auswirken wird, andauern, hat US-Finanzminister Scott Bessent wichtige Stellungnahmen zu diesem Thema abgegeben.
Scott Bessent sagte gegenüber Fox News, dass es selbst nach dem Amtsantritt von Kevin Warsh bis zu einem Jahr dauern könnte, bis die Federal Reserve über eine Reduzierung ihrer Bilanzsumme (quantitative Straffung: QT) entscheidet, berichtete Reuters.
Bessent sagte, es werde mindestens ein Jahr dauern, um die Richtung der Bilanz der Fed infolge der Änderung des Mindestreservesatzes zu bestimmen.
Bessent merkte außerdem an, dass Warsh ein sehr unabhängiger Fed-Vorsitzender sein werde, und sagte: „Wie die Fed ihre Bilanz verwaltet, liegt in der Verantwortung der Fed selbst. Es wird wahrscheinlich mindestens ein Jahr dauern, bis die Fed ihre zukünftige Ausrichtung festlegt und sich von ihrem derzeitigen Mindestreserve-Regime entfernt.“
Bekanntlich hat die US-Notenbank Federal Reserve während der globalen Finanzkrise und der COVID-19-Pandemie ihre Bilanz deutlich ausgeweitet (quantitative Lockerung – QE), um die langfristigen Zinssätze zu senken, und ihre Vermögenswerte bis zum Sommer 2022 auf 9 Billionen US-Dollar erhöht.
Seitdem ist dieser Betrag dank quantitativer Lockerung (QE) bis Ende letzten Jahres auf 6,6 Billionen US-Dollar gesunken. Trotzdem bleibt das Vermögensniveau historisch hoch.
Warsh, der von 2006 bis 2011 dem Federal Reserve Board angehörte, argumentierte, die Fed solle ihre Bestände deutlich reduzieren. Präsident Trump übt jedoch Druck auf die Fed aus, die Zinsen zu senken.
Im Gegenteil, Experten weisen darauf hin, dass eine Reduzierung der Fed-Bilanz (eine Straffung der Geldpolitik) typischerweise zu höheren langfristigen Renditen führt, was kontraproduktiv ist. Daher wird prognostiziert, dass es dem neuen Fed-Vorsitzenden schwerfallen wird, den Prozess der Bilanzreduzierung fortzusetzen.
*Dies ist keine Anlageberatung.
