Die Schwierigkeit des Bitcoin-Minings ist um 11 % gesunken.

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Die Schwierigkeit, die weltweit erste Kryptowährung zu schürfen, ist so stark gesunken wie seit fünf Jahren nicht mehr. Dieser historische Rückgang deutet auf eine doppelte Krise in der Branche hin.

Die Betreiber sahen sich extremen Wetterbedingungen und zunehmendem wirtschaftlichen Druck ausgesetzt.

Anpassung des Aufzeichnungsnetzwerks

Laut Mempool-Entwickler Mononaut ist der Schwierigkeitsgrad diese Woche um 11,16 % gesunken und liegt nun bei 125,86 Billionen Hashes (T).

Die Schwierigkeit des Bitcoin-Minings nimmt ab.

Diese Kapazitätsreduzierung war die größte seit Juli 2021. Damals löste das staatliche Verbot von Kryptowährungen in China eine Massenflucht von Minern und Geräteabschaltungen aus.

Der Netzwerkalgorithmus ist so konfiguriert, dass er ein stabiles Blockgenerierungsintervall von 10 Minuten aufrechterhält. Bei Ausfall der Rechenleistung verlängert sich die Generierungszeit. Daraufhin reduziert das Protokoll automatisch den Schwierigkeitsgrad, um die verbleibenden Teilnehmer zu entlasten.

Klimatische und wirtschaftliche Faktoren

Der gegenwärtige Abschwung unterscheidet sich von den geopolitischen Umbrüchen der Vergangenheit. Er wird durch eine Kombination aus meteorologischer Instabilität und sinkender Unternehmensrentabilität verursacht.

Ende Januar zogen schwere Winterstürme über Nordamerika hinweg und legten die Stromnetze lahm, die große Bergbauregionen versorgen. In Regionen wie Texas beteiligen sich Unternehmen häufig an Programmen zur Laststeuerung.

Die Betreiber reduzieren ihren Stromverbrauch freiwillig während der Spitzenzeiten. Dies trägt zur Stabilisierung des gesamten Netzwerks bei, und Miner erhalten dafür spezielle Gutschriften. Der Rückgang der Hashrate um 11 % deutet jedoch auf mehr als nur vorübergehende Einschränkungen hin. Er lässt auf tieferliegende Probleme schließen.

Die Rentabilität der Produktion ist gefährdet

Die Unwetter setzten die Infrastruktur stark unter Druck. Infolgedessen stiegen die Strompreise am Spotmarkt sprunghaft an. Für Betreiber älterer und weniger effizienter Anlagen erwiesen sich die gestiegenen Betriebskosten als existenzbedrohend. Der finanzielle Druck führte vermutlich zur vollständigen oder teilweisen Stilllegung dieser Anlagen.

Statistiken bestätigen, dass die großen Akteure schon vor dem Eintreten von Naturkatastrophen mit minimalen Gewinnspannen arbeiteten.

Ki Young Ju, CEO des Analyseunternehmens CryptoQuant, nannte konkrete Zahlen. Er schätzte, dass Marathon Digital im dritten Quartal 2025 etwa 67.704 US-Dollar für das Schürfen eines Bitcoins ausgegeben hat.

Da der aktuelle Kurs des Vermögenswerts unter 70.000 US-Dollar liegt, verzeichnen viele Minenbetreiber Nettoverluste. Hinzu kommen noch die allgemeinen Verwaltungskosten, was das Überleben weniger effizienter Unternehmen gefährdet.

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