
Sergey Nazarov, Mitbegründer des großen Oracle-Anbieters Chainlink, erklärte, dass sich der aktuelle Bärenmarkt von früheren durch zwei Faktoren unterscheide: das Ausbleiben groß angelegter institutioneller Insolvenzen und die aktive Entwicklung realer Vermögenswerte (RWA).
Laut Nazarov stieg der Marktdruck in früheren Zyklen aufgrund systemischer Fehler im Risikomanagement. Als Beispiele für gravierende Fehler nannte er den Zusammenbruch der Kryptobörse FTX und den Einbruch des Krypto-Kreditmarktes im Jahr 2022. Derzeit seien jedoch keine derartigen Störungen zu beobachten, was auf eine reifere und widerstandsfähigere Brancheninfrastruktur hindeute.
Nazarov nannte die aktive Entwicklung realer Vermögenswerte sowie Blockchain-basierter Dauerverträge für traditionelle Güter als zweiten Schlüsselfaktor. Diese Bereiche wachsen unabhängig von den Kursbewegungen von Kryptowährungen und bestätigen damit den Wert der Technologie. Die Existenz von Real-World-Assets (RWAs) auf der Blockchain ist nicht an die Preise anderer Kryptoassets gekoppelt und kann sich autonom entwickeln.
Nazarov wies zudem auf einige Trends hin, die die Zukunft der Branche verändern könnten. Tokenisierung und Vermögensschutz auf der Blockchain eröffnen neue Marktzugänge und ermöglichen die Nutzung von Echtzeitdaten. Seiner Ansicht nach ist es dieser grundlegende Nutzen, der die institutionelle Akzeptanz weiter steigern wird.
Die Nachfrage nach fortschrittlicherer Blockchain-Infrastruktur wird weiter steigen. Sollten sich diese Trends fortsetzen, so die Überzeugung des Chainlink-Mitbegründers, könnte der Gesamtwert von RWAs die Marktkapitalisierung von Kryptowährungen übertreffen und damit die Branche grundlegend verändern.
Zuvor hatten Analysten von Binance Research erklärt, dass Investoren derzeit vor allem große Kryptowährungen abstoßen, um ihr Kapital zu sichern – was bedeutet, dass sich Bitcoin und führende Altcoins „am Ende der Nahrungskette“ wiederfinden.
