Ein Analyst erklärte die starken Kursverluste bei Bitcoin am Wochenende.

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Bitcoin hat in diesem Jahr erhebliche Kursschwankungen erlebt und ist von rund 100.000 US-Dollar auf fast 60.000 US-Dollar gefallen. Analysten führen die starken Schwankungen auf eine Kombination aus Marktunsicherheit, Aktivitäten institutioneller Anleger und Verkaufsdruck am Wochenende zurück.

Im Gegensatz zu traditionellen Finanzmärkten sind Kryptowährungsmärkte rund um die Uhr geöffnet. Dieser kontinuierliche Handel macht Bitcoin besonders anfällig für plötzliche Preisrückgänge an Wochenenden, wenn Anleger schnell auf Marktunsicherheit reagieren, indem sie Liquidität abziehen.

Analyst James Lavish ist der Ansicht, dass Bitcoin das am schnellsten verkäufliche Gut ist, wenn Investoren oder Hedgefonds dringend Bargeld benötigen und die traditionellen Märkte geschlossen sind.

Bitcoin wird somit effektiv zu einem Instrument der „Notliquidität“ für den Markt.

Große institutionelle Anleger betrachten Bitcoin oft als risikoreiche Anlage. In Zeiten erhöhter Marktspannung oder negativer Nachrichten reduzieren Fonds ihre Positionen rasch. Dieser Ausverkauf verstärkt sich am Wochenende, da Manager nach Börsenbeginn Nachschussforderungen befürchten.

„Man verkauft, was man kann, nicht, was man will“, erklärte James Lavish.

Dieser erzwungene Verkauf könnte eine Kettenreaktion von Liquidationen auslösen und die Preise noch weiter senken.

Der Analyst fügte hinzu, dass einige frühe Investoren, die Bitcoin seit Jahren halten, einen Teil ihrer Bestände verkaufen, um Immobilien oder andere Vermögenswerte zu erwerben. Ihr Verhalten erhöht den kurzfristigen Verkaufsdruck.

Trotz kurzfristiger Schwankungen betrachtet Lavish Bitcoin weiterhin als knappes, dezentrales Gut mit einem festen Angebot. Daher ist der Kursrückgang am Wochenende eher auf Marktmechanismen als auf die Fundamentaldaten des Vermögenswerts zurückzuführen.

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