
- Die Experten von JPMorgan gehen davon aus, dass die Kosten für das Bitcoin-Mining bei 77.000 US-Dollar liegen.
- Ihrer Ansicht nach zwingt eine anhaltende Korrektur des Vermögenswerts unter dieses Preisniveau die Minenbetreiber zur Einstellung ihrer Geschäftstätigkeit.
- Die Bank geht jedoch davon aus, dass sich der Kryptomarkt aufgrund der Aktivitäten institutioneller Anleger erholen wird.
Analysten von JPMorgan schätzten die Produktionskosten von Bitcoin auf etwa 77.000 US-Dollar, deutlich niedriger als noch vor einigen Wochen, berichtete CoinDesk unter Berufung auf den Bericht der Bank.
Ein anhaltender Preisverfall unter dieses Niveau kann Druck auf die Miner ausüben und Betreiber mit hohen Kosten zwingen, ihre Aktivitäten einzustellen, was wiederum die durchschnittlichen Produktionskosten im Netzwerk senkt.
Gleichzeitig ist die Bank der Ansicht, dass sich diese Dynamik „letztendlich selbst korrigiert“.
Insgesamt behält JPMorgan trotz des starken Rückgangs zu Jahresbeginn einen positiven Ausblick auf den Kryptomarkt bei und erwartet, dass institutionelle Kapitalflüsse der wichtigste Treiber der Erholung im Jahr 2026 sein werden.
Dieser Optimismus kommt inmitten einer tiefgreifenden Korrektur, in deren Folge Bitcoin unter seine geschätzten Produktionskosten gefallen ist – ein Niveau, das in der Vergangenheit als weiche Preisuntergrenze gedient hat.
JPMorgan hob auch die relative Attraktivität von Bitcoin hervor. Seit Oktober hat Gold Bitcoin deutlich übertroffen, während die Volatilität des Edelmetalls stark zugenommen hat. Diese Kombination macht Bitcoin laut der Bank langfristig im Vergleich zu Gold zunehmend attraktiver.
Die Erwartungen einer Erholung im Jahr 2026 werden primär von institutionellen Anlegern getragen, weniger von Privatanlegern oder Krypto-Treasury-Firmen. Diese Entwicklung könnte durch weitere regulatorische Fortschritte in den USA verstärkt werden, insbesondere durch die mögliche Verabschiedung zusätzlicher Kryptogesetze wie des CLARITY Act, der dem Markt die notwendige Planungssicherheit geben könnte.
Zur Erinnerung: Der Gesetzentwurf zur Struktur des Kryptomarktes (CLARITY) befindet sich aufgrund der Frage der Entschädigung für Stablecoin-Inhaber weiterhin in der Schwebe.
Laut der Bank ist der allgemeine Trend bei den Kapitalzuflüssen bereits vielversprechend. Im Jahr 2025 überstiegen die Kapitalzuflüsse in Kryptowährungen 130 Milliarden US-Dollar – rund ein Drittel mehr als im Vorjahr. Der Großteil dieses Volumens wurde durch Bitcoin- und Ethereum-ETFs sowie durch Käufe digitaler Vermögenswerte durch Unternehmen mit Krypto-Treasuries generiert. Analysten erwarten für 2026 ein weiteres Wachstum.
