
Neel Kashkari, Präsident der Federal Reserve Bank von Minneapolis, stellte während einer Podiumsdiskussion den praktischen Nutzen der Verwendung von Kryptowährungen und Stablecoins bei grenzüberschreitenden Transaktionen in Frage.
Kashkari bezeichnete die Behauptungen der Befürworter von Kryptowährungen zu diesem Thema als „leere Rhetorik“ und argumentierte, dass sie keine wirkliche praktische Anwendung hätten.
Während der Diskussion veranschaulichte Kashkari die Kernfragen, die er den Vertretern der Kryptowährungsbranche gestellt hatte, anhand von Beispielen. Er räumte ein, dass herkömmliche Banküberweisungen teuer und langsam seien, und entkräftete die Behauptung, Stablecoins lösten dieses Problem, mit folgendem Szenario: „Stellen Sie sich vor, jemand in den USA schickt Geld an einen Verwandten auf den Philippinen, damit dieser Lebensmittel kaufen kann. Traditionelle Methoden sind teuer und langsam. Mit einem Stablecoin hingegen, so heißt es, erreicht das Geld Manila sofort.“
Kashkari fuhr jedoch fort und argumentierte, diese Erklärung sei unzureichend: „Man muss es ja immer noch in die Landeswährung umrechnen. Dann heißt es, der Anbieter verwende auch Stablecoins. Im Wesentlichen bedeutet das, dass die ganze Welt dieselbe Währung verwenden sollte, oder dass all diese Reibungsverluste verschwinden sollten, was nicht passieren wird.“
Kashkari behauptete, die grundlegendste Frage zu Kryptowährungen und Stablecoins gestellt zu haben: „Nennen Sie mir einen Anwendungsfall, der den Verbrauchern tatsächlich nützt, abgesehen von Drogen und illegalen Waren.“ Die Antworten, die er erhielt, bezeichnete er als „Wortwirrwarr“ und sagte: „Da ist nichts dran, nur Unsinn.“
Kashkaris Ansichten spiegeln die Skepsis der Fed gegenüber digitalen Vermögenswerten wider. Kashkari hat bereits zuvor ähnliche Kritik geäußert und Kryptowährungen als „völlig nutzlos“ und „Spekulationsinstrument“ bezeichnet.
Dies ist keine Anlageberatung.
