
Die jüngste hitzige Debatte in der Welt der Kryptowährungen darüber, ob Quantencomputer zum Zusammenbruch von Bitcoin führen werden, hat die Experten gespalten.
Während einige Analysten dies als unmittelbare Bedrohung sehen, sagen Ingenieure, die Gefahr werde übertrieben dargestellt und die Entscheidungen seien bereits getroffen worden.
Quantencomputing, eine der größten theoretischen Bedrohungen für die technologische Infrastruktur von Bitcoin, ist erneut zu einem viel diskutierten Thema an den Finanzmärkten geworden. Die Fortschritte von Technologiekonzernen wie Google, IBM und Microsoft im Bereich der Quantenhardware haben die Frage aufgeworfen: „Kann die mathematische Sicherheit von Bitcoin-Wallets geknackt werden?“
Auf der einen Seite der Debatte stehen Persönlichkeiten wie Nick Carter, der behauptet, dass Quantencomputer das Problem der elliptischen Kurvenkryptographie (ECDSA) für Bitcoin bereits 2028 lösen können. Laut Carter beunruhigt das langsame Entwicklungstempo in diesem Bereich institutionelle Anleger (BlackRock, Fidelity und andere), und dies könnte in Zukunft zu einem Eingreifen institutioneller Anleger in das Netzwerk führen.
Metaplanet, einer der größten Akteure auf dem Bitcoin-Markt, hat auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe reagiert!
Experten wie Blockstream-CEO Adam Back und Softwareentwickler Brandon Black argumentieren hingegen, dass diese Bedrohung frühestens in 20 bis 40 Jahren eintreten wird. Black erklärt, dass die fortschrittlichsten Quantencomputer heutzutage etwa 1.000 „verrauschte physikalische Qubits“ besitzen, das Knacken des Bitcoin-Schlüssels innerhalb eines Tages jedoch rund 13 Millionen fehlerfreie logische Qubits erfordern würde.
Einer der wichtigsten Punkte des Berichts ist, dass nicht jede Bitcoin-Wallet das gleiche Risiko birgt. Laut Brandon Black können Quantencomputer eine Wallet nicht direkt angreifen, wenn ein Nutzer die Regeln zur Adressbereinigung befolgt und seinen öffentlichen Schlüssel nicht online veröffentlicht.
Am stärksten gefährdet sind Legacy-Adressen, wie zum Beispiel die alten Wallets von Satoshi Nakamoto, deren öffentliche Schlüssel öffentlich auf der Blockchain verfügbar sind.
Experten weisen darauf hin, dass Bitcoin keine statische Struktur ist und das Netzwerk bereits erfolgreich größere Upgrades durchlaufen hat (SegWit, Taproot). Die Community diskutiert bereits über quantenresistente Adressformate (z. B. BIP 360).
Darüber hinaus zeigt die Tatsache, dass Organisationen mit riesigen Bitcoin-Reserven, wie beispielsweise Michael Saylors MicroStrategy, Quantensicherheitsprogramme ins Leben rufen, wie stark die finanziellen Anreize zur Sicherung des Netzwerks sind.
*Dies ist keine Anlageberatung.
