Die russische Zentralbank hat einen Entwurf vorgelegt, der das Verfahren für Organisationen zur Auszahlung der Löhne ihrer Angestellten in digitalen Rubeln beschreibt.
Die Zentralbank der Russischen Föderation gab bekannt, dass Unternehmen und Institutionen digitale Rubel für registerbasierte Zahlungen nutzen können – also für die gleichzeitige Gutschrift von Geldern an eine große Anzahl von Empfängern. Dieser Mechanismus ist auch für Zahlungen an Lieferanten, für Waren und Dienstleistungen sowie für Lohnsteuern vorgesehen. Solche Zahlungen beschleunigen den Gutschriftsprozess und verringern das Risiko von Fehlern bei den Angaben, da diese nicht für jeden Empfänger einzeln erfasst werden müssen.
Die Regeln der digitalen Rubel-Plattform werden um ein neues Kapitel zu grenzüberschreitenden Zahlungen mit digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) ergänzt. Die Zentralbank der Russischen Föderation hat dazu noch keine Einzelheiten bekannt gegeben.
Grundlegende digitale Rubel-Überweisungen sind derzeit nur für Teilnehmer eines Pilotprojekts verfügbar. Die Behörden planen, die Nutzung des digitalen Rubels im September auszuweiten. Große russische Banken und Handelsunternehmen werden verpflichtet, ihre Infrastruktur für die russische digitale Zentralbankwährung (CBDC) bereitzustellen. Die Zentralbank betont weiterhin, dass die Nutzung des digitalen Rubels den Bürgern freigestellt sein wird.
Zuvor hatte Alla Bakina, Leiterin der Abteilung für das nationale Zahlungssystem der Zentralbank, erklärt, dass die Russen dank des digitalen Rubels nicht mehr von den Beschränkungen und Tarifpolitiken der Banken abhängig sein würden.
