
Südkoreanische Staatsanwälte haben Bitcoins im Wert von etwa 21,4 Millionen Dollar von einem ungenannten Hacker sichergestellt, die aus einer Wallet gestohlen wurden, in der beschlagnahmte Kryptowährungsbestände vorlagen.
Am 17. Februar überwies eine unbekannte Person 320,8 BTC an die Wallet der Staatsanwaltschaft. Die Behörde gibt an, Transaktionen von der Wallet des Hackers an zentralisierten Börsen blockiert und ihm so den Verkauf der gestohlenen Bitcoins erschwert zu haben. Die Identität des Hackers ist weiterhin unbekannt. Die Staatsanwaltschaft transferierte die zurückgesandten Bitcoins zur sicheren Verwahrung an eine lokale Börse.
Der Diebstahl ereignete sich bereits im August. Ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Gwangju, zuständig für die Beweissicherung, besuchte versehentlich eine Phishing-Website und gab den Wiederherstellungsschlüssel seiner Wallet ein. Daraufhin entwendeten Hacker die in der Wallet gespeicherten Bitcoins. Der Diebstahl wurde erst sechs Monate später entdeckt. Der Vorfall löste eine interne Überprüfung der Beweissicherungspraktiken aller südkoreanischen Strafverfolgungsbehörden aus.
Es ist nicht das erste Mal, dass Bitcoins aus dem Besitz südkoreanischer Strafverfolgungsbehörden verschwunden sind. Kürzlich wurde bekannt, dass die Polizeistation Gangnam in Seoul 22 beschlagnahmte Bitcoins verloren hat, die seit 2021 in einer Cold Wallet aufbewahrt wurden. Wie im ersten Fall wurde das Verschwinden erst bei einer routinemäßigen Beweismittelprüfung bemerkt.
In den Vereinigten Staaten wurden Bitcoins im Wert von rund 40 Millionen US-Dollar aus einer Krypto-Wallet des U.S. Marshals Service gestohlen. Der Vorfall wurde vom Kryptoforscher ZachXBT gemeldet, der den Hacker mit dem Sohn von Dean Daghita, dem CEO von Command Services & Support (CMDSS), in Verbindung brachte. CMDSS ist ein Unternehmen, das vom U.S. Marshals Service mit der Verwaltung der beschlagnahmten Krypto-Vermögenswerte beauftragt wurde.
