
Der von ProShares im Rahmen des GENIUS Act aufgelegte Geldmarkt-ETF erzielte am ersten Handelstag einen neuen Rekord beim Handelsvolumen, wie The Block berichtet.
Der ProShares GENIUS Money Market ETF (Ticker IQMM) verzeichnete am 19. Februar einen Umsatz von 17 Milliarden US-Dollar. Die Vermögensstruktur des Fonds entspricht vollständig den US-amerikanischen regulatorischen Anforderungen für auf US-Dollar lautende Stablecoin-Reserven.
Das Produkt wurde auf Grundlage des im Juli verabschiedeten GENIUS Act eingeführt. Dieses Gesetz verpflichtet Emittenten, Stablecoins vollständig mit zuverlässigen und hochliquiden Vermögenswerten wie US-Staatsanleihen abzusichern.
„Dieses Ergebnis ist um ein Vielfaches höher als die bisherigen Höchststände vergleichbarer Fonds“, sagte Eric Balchunas, leitender Aktienanalyst bei Bloomberg.
Quelle: Eric Balchunas' X-Account.
Der Experte räumte ein, dass er die Produktnische zunächst als aussichtsreich betrachtet und ein größeres Anlegerinteresse an Alternativen erwartet hatte. Zum Vergleich führte er an, dass der Bitcoin-Spotfonds von BlackRock, der im Januar 2024 aufgelegt wurde, am ersten Tag ein Handelsvolumen von einer Milliarde US-Dollar verzeichnete.
Balchunas vermutete, dass der Erfolg von IQMM mit der BYOA-Strategie (Bring Your Own Assets) zusammenhängt. Diese Praxis sieht vor, dass große Vermögensverwalter das Kapital ihrer Kunden in eigene Produkte anstatt in Fonds von Wettbewerbern investieren.
Circle-Deal?
Nate Geraci, Präsident von NovaDius Wealth Management, glaubt, dass Circle, der Emittent von USDC, die wahrscheinliche Quelle dieser Liquidität ist.
„Ich gehe davon aus, dass ProShares eine Vereinbarung mit einem großen amerikanischen Stablecoin-Emittenten getroffen hat. Angesichts der spezifischen Art der Vermögenswerte kann es sich nur um Circle handeln“, schrieb der Experte.
Die Gesamtmarktkapitalisierung von Stablecoins hat 300 Milliarden Dollar überschritten.
Gesamtmarktkapitalisierung von Stablecoins und größte Coins nach Marktkapitalisierung. Quelle: CoinGecko.
Laut einer Studie von Coinbase und Artemis nutzen Anwender Stablecoins zunehmend für alltägliche Transaktionen. Viele halten etwa ein Drittel ihrer Ersparnisse in Krypto-Assets, insbesondere in Stablecoins. Dies könnte auf einen globalen Marktwandel von Spekulation hin zu langfristigen Anlagestrategien hindeuten.
