
Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat ein technisches Upgrade für dezentrale autonome Organisationen (DAOs) vorgeschlagen, bei dem persönliche KI-Agenten eingesetzt werden sollen, um im Namen der Nutzer geheim abzustimmen und die digitale Governance zu skalieren.
Der Plan, der einen Monat nach Buterins Kritik an der DAO wegen geringer Beteiligung und Machtzentralisierung auf der Social-Media-Plattform X veröffentlicht wurde, zielt darauf ab, die Notwendigkeit für Benutzer zu beseitigen, Stimmen an große Token-Inhaber zu delegieren.
Stattdessen werden die Menschen in der Lage sein, ihr eigenes KI-Modell einzusetzen, das auf Grundlage ihrer früheren Beiträge und ihrer angegebenen Werte trainiert wurde, um über die Tausenden von Entscheidungen abzustimmen, mit denen DAOs konfrontiert sind.
„Viele tausende Entscheidungen müssen in unterschiedlichsten Fachgebieten getroffen werden, und die meisten Menschen haben weder die Zeit noch die Fähigkeiten, auch nur in einem Fachgebiet Experte zu werden, geschweige denn in allen“, schrieb Buterin. „Was also tun? Wir nutzen personalisierte, große Sprachmodelle, um das Problem der Aufmerksamkeitsdefizite zu lösen.“
Zunächst geht es um den Datenschutz: Es ist wichtig, dass sensible Daten geheim bleiben. KI-Agenten werden in sicheren Umgebungen – wie Multi-Party Computation (MPC) oder Trusted Execution Environments (TEE) – arbeiten, wodurch sichergestellt wird, dass private Daten verarbeitet werden, ohne der öffentlichen Blockchain zugänglich zu sein.
Zweitens ist die Anonymität der Teilnehmer wichtig. Buterin plädierte für die Verwendung von Zero-Knowledge-Proofs (ZKPs) – einem kryptografischen Werkzeug, das es Nutzern ermöglicht, ihr Wahlrecht nachzuweisen, ohne ihre Wallet-Adresse oder ihre Wahlentscheidung preiszugeben.
Dies schützt vor Nötigung, Bestechung und der Überwachung durch große Marktteilnehmer – Situationen, in denen kleine Marktteilnehmer die Entscheidungen großer Token-Inhaber kopieren.
Solche KI-Manager automatisieren routinemäßige Managementaktivitäten und heben nur die wichtigsten Punkte zur menschlichen Überprüfung hervor.
Um minderwertige oder Spam-Vorschläge herauszufiltern – ein zunehmendes Problem angesichts der Verbreitung generativer KI in offenen Foren – schlägt Buterin die Einführung von Vorhersagemärkten vor. Auf diesen Märkten würden Agenten auf die Wahrscheinlichkeit der Annahme von Vorschlägen wetten.
Erfolgreiche Wetten generieren Auszahlungen, fördern so wertvolle Investitionen und reduzieren Informationsrauschen.
Buterin forderte außerdem den Einsatz datenschutzfreundlicher Tools wie Multi-Party Computation und Trusted Execution Environments, die es KI-Agenten ermöglichen würden, sensible Daten – wie Bewerbungen oder Rechtsstreitigkeiten – auszuwerten, ohne sie der öffentlichen Blockchain preiszugeben.
