
Bei Google Trends wurde ein starker Anstieg der Suchanfragen nach dem Ausdruck „Bitcoin wird auf Null fallen“ verzeichnet. Der Indikator erreichte 100 und repräsentierte damit das höchste Maß an Nutzerinteresse.
Ein vergleichbarer Anstieg war im November 2022 zu verzeichnen, als die Kryptobörse FTX die Auszahlungen einfror und der Preis von Bitcoin auf rund 15.000 US-Dollar fiel.

Perception-Gründer Fernando Nikolic stellte fest, dass sich die Art der Angst im Kryptomarkt verändert hat. Während die Panik im Jahr 2022 durch interne Branchenkrisen wie die Insolvenzen zentralisierter Kreditgeber und den Zusammenbruch von FTX ausgelöst wurde, wird die Angst heute durch makroökonomische Risiken geschürt und durch pessimistische Prognosen verschärft.
Laut seinen Angaben zählt der Bloomberg-Analyst Mike McGlone zu den prominentesten Verfechtern eines pessimistischen Szenarios. Er prognostiziert, dass Bitcoin „auf Null oder nahe Null“ fallen wird. Die häufige Erwähnung solcher Prognosen in den Medien könnte das Wachstum der Suchanfragen beeinflussen.
Die alternative Sichtweise ist derweil weniger verbreitet. Während Privatanleger aktiv nach Informationen über einen möglichen Crash suchen, bauen institutionelle Anleger ihre Bitcoin-Bestände weiter aus. Nikolic nannte als Beispiel Staatsfonds wie den Abu Dhabi Fund, die ihre Investitionen in Bitcoin-ETFs erhöhen, sowie Unternehmen wie Strategy, die ihre BTC-Reserven kontinuierlich aufstocken.
Eine weitere Quelle der Besorgnis sind Ängste im Zusammenhang mit der Entwicklung von Quantentechnologien. Laut Nikolic verstärken sich diese Ängste jedoch in Zeiten fallender Preise und sind kein alleiniger Auslöser.
Der Experte ist der Ansicht, dass der Anstieg der Suchanfragen eine Kombination aus Sorgen über fallende Preise, makroökonomische Risiken und technologische Bedrohungen widerspiegelt.
Zuvor hatte der Ökonom und Präsident von Euro Pacific Capital, Peter Schiff, erklärt, dass Bitcoin im Falle einer Abschwächung des US-Dollars möglicherweise an Wert verlieren könnte, bevor andere Vermögenswerte betroffen sind.
