
In einem am 25. Februar veröffentlichten Bericht prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) eine hohe Inflation in den Vereinigten Staaten. Was bedeutet das für den Kryptowährungsmarkt?
Experten des IWF bezweifeln, dass die Inflation bis Anfang 2027 auf das von der US-Notenbank (Fed) festgelegte Ziel von 2 % sinken wird. Dies wird auf das hohe Haushaltsdefizit des Bundes, das derzeit zwischen 7 % und 8 % des BIP liegt, und die enorme Staatsverschuldung zurückzuführen sein, die bis 2031 voraussichtlich 140 % des BIP erreichen wird.
Steigen die Preise für Waren und Dienstleistungen schneller als erwartet, wird die US-Notenbank ihren Leitzins, der derzeit bei 3,5–3,75 % liegt, nicht senken oder die Senkung langsamer vornehmen. Eine restriktivere Geldpolitik der US-Behörden dürfte den Dollar stärken und die Anleiherenditen auf einem relativ hohen Niveau von aktuell 4,69 % halten.

Renditen von US-Staatsanleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten
Die genannten Faktoren wirken sich typischerweise negativ auf den Wechselkurs von auf US-Dollar lautenden Kryptowährungen aus und erhöhen deren Kosten für Anleger außerhalb der USA. Die Rentabilität von Investitionen in staatlich emittierte Wertpapiere wird die Nachfrage nach als risikoreich eingestuften digitalen Vermögenswerten verringern.
In diesem Zusammenhang glaubt der Analyst Yuri Saveliev von Happy Coin News, dass der Markt für virtuelle Währungen bis Mitte Herbst, wenn sich die US-Wirtschaft stabilisieren sollte, aufgrund des Mangels an starkem Kapitalzufluss einen Abwärtstrend erleben wird.
