Ein Topmanager bei QCP Capital bezeichnete Bitcoin als einen „Hybriden mit wechselndem Charakter“.

Bild In einem Interview mit Wealth Tracker bezeichnete Ivan Lee, Handelsdirektor der Analyseplattform QCP Capital, Bitcoin als „einen Hybrid, der seinen Charakter je nach Marktsituation verändert“.

Laut Lee wird das Verhalten der weltweit führenden Kryptowährung maßgeblich von der Lage der amerikanischen Wirtschaft, der größten der Welt, bestimmt. In Phasen einer restriktiven Geldpolitik der US-Notenbank verhält sich Bitcoin wie ein liquiditätssensibles Asset. Bei der Abwertung von Fiatwährungen treten seine „goldähnlichen Eigenschaften“ deutlicher hervor.

„Bitcoin ist ein Hybrid. Kurzfristig ist er ein risikoreiches Anlagegut, aber mit zunehmender Marktreife werden seine Wertspeichereigenschaften, ähnlich wie bei Gold, immer deutlicher“, erklärte der Topmanager.

Das Portfolio eines Anlegers kann beide Anlageklassen umfassen. Gold gilt traditionell als stabileres Instrument zur kurzfristigen Absicherung von Liquiditätsrisiken. Gleichzeitig kann Bitcoin das Edelmetall ergänzen und Anleger vor den langfristigen Risiken einer Währungsabwertung schützen, erklärte Lee.

In diesem Zusammenhang erläuterte der Direktor die Entscheidung von Tether, dem Emittenten des Stablecoins USDT, den Goldanteil in seinen Reserven zu erhöhen. Aus Sicht eines Vertreters von QCP Capital erscheint dieser Schritt des Emittenten als logische Diversifizierungsmaßnahme. Gold sei nach wie vor ein weltweit anerkannter Vermögenswert, nicht an eine bestimmte Jurisdiktion gebunden und könne als Absicherung gegen Marktrisiken dienen, fügte Lee hinzu.

Die Ökonomin Noelle Acheson erklärte zuvor, dass Bitcoin keine Kryptowährung mehr sei, sondern ein Makro-Asset, das von großen Akteuren zunehmend als traditionelles Instrument zur Auffüllung von Anlageportfolios betrachtet werde.

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