
Patrick und John Collison, die Mitbegründer des amerikanischen Zahlungsdienstes Stripe, erklärten, dass die meisten modernen Blockchains nicht für die Zahlungsabwicklung geeignet seien, Stablecoins hingegen schon.
In einem gemeinsamen Schreiben erläuterten die Collisons ihren Standpunkt: Moderne Blockchains wurden für den Markt für dezentrale Finanzen (DeFi) und den Kryptohandel entwickelt, weshalb sich die Entwickler nicht auf Zahlungsfunktionen wie hohen Durchsatz, Kostenvorhersagbarkeit und Datenschutz konzentrierten. Die Stripe-Gründer nannten die Netzwerküberlastung als weiteres Hindernis für große und häufige Zahlungen auf Blockchains.
Stripe kündigte an, dieses Problem selbst lösen zu wollen, indem es eine eigene Blockchain namens Tempo entwickelt, die speziell auf Zahlungen ausgerichtet ist. Die Entwickler versprechen, dass ihre Blockchain für Unternehmenskunden verfügbar sein wird und Zahlungen in weniger als einer Sekunde verarbeitet werden.
Stripe ist überzeugt, dass Stablecoins optimal für internationale Zahlungen, Abrechnungen und Geldtransfers geeignet sind. Da sie an Fiatwährungen gekoppelt sind, erfüllen diese Token die Anforderungen von Unternehmenszahlungen: Stablecoins ermöglichen sofortige Echtzeit-Abrechnungen mit niedrigen Gebühren und eignen sich sowohl für große als auch für kleine Transaktionen.
Stripe schätzt, dass sich das Zahlungsvolumen mit Stablecoins bis 2025 auf 400 Milliarden US-Dollar verdoppeln wird, wobei B2B-Zahlungen 60 % davon ausmachen. Dies trotz des Kursverfalls von Bitcoin um fast 50 % seit seinem Höchststand von 126.198 US-Dollar im Oktober, fügten Collisons hinzu.
Laut der Unternehmensberatung KPMG haben Stablecoins das Potenzial, die Kosten grenzüberschreitender Zahlungen um 99 % zu senken, den Vorfinanzierungsbedarf zu verringern und die allgemeine Liquidität zu verbessern.
