
- Die US-amerikanischen und israelischen Streiks schüren die Befürchtung eines umfassenderen Bitcoin-Ausverkaufs.
- Der Konflikt bedroht das iranische Bergbaunetzwerk, das einen bedeutenden Marktanteil hält.
- Ölkrisen und sanktionsbedingte Risiken erhöhen die Marktvolatilität.
Aktuelle Nachrichten vom Kryptomarkt umfassen neue US-amerikanische und israelische Angriffe auf iranische Ziele am Wochenende. Dies schürt die Sorge vor einem Bitcoin-Kurssturz, da der Konflikt das iranische Mining-Netzwerk bedroht. Die Angriffe im Nahen Osten erfolgen inmitten eskalierender Spannungen zwischen den USA, Israel und dem Iran. Händler reagierten auf Berichte, wonach mögliche Infrastrukturschäden mit staatlich unterstützten Kryptowährungsoperationen in Teheran in Verbindung stehen.
Kryptowährungsnachrichten: Iranische Bitcoin-Mining-Plattform
Laut Haaretz legalisierte der Iran 2019 das Bitcoin-Mining. Lizenzierte Betreiber durften subventionierten Strom nutzen. Im Gegenzug verkauften die Miner ihre Bitcoins an die Zentralbank, um Transaktionen abzuwickeln.
Der Iran hat einen auf Kryptowährungen basierenden Finanzkanal geschaffen. Bitcoin hat dazu beigetragen, Importe zu bezahlen und Dollarbeschränkungen zu umgehen. Einem Bericht zufolge erwirtschaftet das Land jährlich Milliarden an Devisen durch Mining.
Schätzungen zufolge kontrolliert der Iran zwischen 2 % und 5 % der globalen Bitcoin-Hashrate. Einige Berichte gehen jedoch von rund 15 % der weltweiten Produktion aus. Dieser Anteil macht das Land zu einem bedeutenden Akteur im Bereich der Netzwerksicherheit.
Darüber hinaus belegen Berichte Verbindungen zahlreicher Mining-Operationen zum Korps der Islamischen Revolutionsgarde. Daten zeigen, dass im Jahr 2025 über 3 Milliarden US-Dollar durch mit der Revolutionsgarde verbundene Wallets flossen. Diese Aktivitäten waren Teil eines umfassenderen Krypto-Ökosystems im Wert von 7,8 Milliarden US-Dollar.
Bedrohungen für das Stromnetz und Marktvolatilität
Die jüngsten Angriffe im US-Iran-Krieg haben die Aufmerksamkeit auf das iranische Stromnetz gelenkt. Der Bergbaubetrieb ist auf eine stabile Stromversorgung angewiesen. Jegliche Störungen könnten den Betrieb lahmlegen oder Anlagen beschädigen.
Jüngsten Berichten zufolge schürft die iranische Regierung Bitcoin für etwa 1.300 US-Dollar pro Coin. Anschließend verkauft sie diese zum Marktpreis. Die Schließung dieser Anlagen könnte daher diese Einnahmequelle unterbrechen.
Die Kryptowährungsmärkte reagierten unterdessen prompt. Nach ersten Meldungen über Störungen fiel der Bitcoin-Kurs um bis zu 7 % auf rund 63.000 US-Dollar. Anschließend erholte er sich und notierte bei 67.209,22 US-Dollar, ein Plus von 3,6 % innerhalb von 24 Stunden. Die Marktkapitalisierung von Bitcoin stieg um 3,6 % auf 1,34 Billionen US-Dollar. Das Handelsvolumen erreichte 40,23 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 1,05 %.
Sanktionen, Stablecoins und kriegsbedingte Liquiditätsprobleme
Irans Kryptowährungslandschaft geht weit über das Mining hinaus. Stablecoins spielen eine Schlüsselrolle im Handel. Bis 2025 wird die iranische Zentralbank voraussichtlich USDT im Wert von mindestens 507 Millionen US-Dollar anhäufen.
Die Behörden nutzten diese Vermögenswerte vermutlich, um den Rial zu stabilisieren und Importe zu finanzieren. Daten zeigen jedoch, dass der Rial gegenüber dem US-Dollar mehr als 96 % seines Wertes verloren hat.
Mit der Eskalation des Konflikts prüfen Händler nun die Risiken einer Liquidation. Sollten die Produktionsmengen sinken, könnten Betreiber Reserven verkaufen, um Verluste auszugleichen. Dieses Szenario schürt die Angst vor einem Ausverkauf an den Börsen.
Gleichzeitig erhöht der Anstieg der Ölpreise den Druck auf den Markt. Mögliche Störungen in der Straße von Hormus schüren Inflationsängste. Risikosensitive Anlagen, darunter Kryptowährungen, reagieren oft heftig auf solche Ereignisse.
In Konfliktzeiten folgt das Marktverhalten typischerweise einem bekannten Muster. Zunächst kommt es zu einem starken Kursverfall von 5–15 %. Anschließend stabilisiert sich der Markt im Laufe einiger Tage oder Wochen. Schließlich, nachdem die Panikverkäufe nachgelassen haben, erholen sich die Preise häufig wieder.
