
Der Bitcoin-Preis hat einen lokalen Tiefpunkt erreicht, sagte Jan van Eck, CEO der Investmentgesellschaft VanEck, in einem Interview mit CNBC.
Laut Van Eck bestimmt weiterhin der vierjährige Halbierungszyklus die Kurse, nicht fundamentale Faktoren. Er erwartet in diesem Jahr einen allmählichen Anstieg des „digitalen Goldes“.
Er erinnerte an die Logik von Trends: Auf drei Jahre Wachstum folgt in der Regel ein Jahr mit starkem Rückgang. Der VanEck-Vorsitzende bezeichnete die aktuelle Situation als typischen Bärenmarkt, ist aber überzeugt, dass der Kurs bereits seinen Tiefpunkt erreicht hat.
Die Kryptoindustrie diskutiert weiterhin die Gültigkeit von Vierjahreszyklen. Kritiker dieser Theorie argumentieren, dass sich die Marktstruktur verändert hat. Sie führen die hohe Nachfrage nach Spot-ETFs, den schwächeren US-Dollar und positive regulatorische Entwicklungen als Argumente an.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels wird Bitcoin bei rund 68.182 US-Dollar gehandelt. Der Kurs des Vermögenswerts ist innerhalb von 24 Stunden um 3,3 % und innerhalb einer Woche um 8,1 % gestiegen.

Binance-Chart (15 Minuten) zum Kursverlauf von BTC/USDT. Quelle: TradingView.
Die Preiserholung fiel zeitlich mit erhöhten geopolitischen Spannungen im Nahen Osten aufgrund des Konflikts zwischen Israel und Iran zusammen, was laut Van Eck den Preis für „digitales Gold“ stützte.
In Zeiten wirtschaftlicher Instabilität bieten Kryptowährungen die Möglichkeit, Gelder ohne den Umweg über traditionelle Banken zu transferieren. Van Eck bezeichnete den Nahen Osten als eine Region, die digitalen Vermögenswerten gegenüber aufgeschlossen ist. Er betonte, dass Blockchain-Zahlungen deutlich effizienter und zuverlässiger seien als herkömmliche Finanzsysteme.
Es wird keine strukturelle Wende erwartet.
Die Kursentwicklung von Bitcoin deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck nachlässt. Analysten von 10x Research warnen jedoch, dass es noch keine Anzeichen für einen globalen Abwärtstrend gibt.
Laut ihren Angaben stoppte der Kursverfall des „digitalen Goldes“ trotz negativer Nachrichten. Der Kurs hielt sich nach drei Tests an der Unterstützungsmarke von 62.500 US-Dollar.
Der RSI-Indikator zeigt Wachstum an, und die führende Kryptowährung versucht, sich oberhalb des 20-Tage-Durchschnitts (rund 68.500 US-Dollar) zu konsolidieren. Die Bollinger-Bänder verengen sich, was auf eine mögliche Ausweitung der Handelsspanne hindeutet.
Die Experten von 10x Research haben einen Rückgang der Volatilität, Mittelzuflüsse in ETFs und das Verschwinden des Abschlags des Vermögenswerts auf der Coinbase-Börse festgestellt. Sie bezeichneten die aktuelle Situation als „taktischen Kurswechsel“ und betonten, dass keine strukturelle Trendwende stattgefunden habe und Bitcoin sich weiterhin in einer bärischen Marktphase befinde.
Justin d'Anetan, Forschungsleiter bei Arctic Digital, stimmte zu, dass die Reaktion des Kryptomarktes auf externe Ereignisse gelassener geworden sei. Potenzielle Zölle, geopolitische Spannungen und anhaltend hohe Zinsen hätten nicht zu einem Preisverfall geführt.
Laut dem Experten sind die Verkäufer erschöpft, und die Käufer haben begonnen, Positionen aufzubauen. Dies schafft die Voraussetzungen für eine Konsolidierung des Vermögenswerts.
Andri Fauzan Adziima, Forschungsleiter bei Bitrue, führte die jüngste Erholung von 63.000 US-Dollar auf die Situation am Derivatemarkt zurück.
Negative Refinanzierungszinssätze führten zu einem Short Squeeze, einer massiven Liquidierung von Short-Positionen. Dies linderte den Druck auf den Vermögenswert vorübergehend. Adziima fügte hinzu, dass es an neuen Kapitalzuflüssen und makroökonomischen Impulsen mangele, damit der Markt seinen bestätigten Aufwärtstrend fortsetzen könne.
Pump von Kleinanlegern
Laut Analysten von Santiment könnte der Anstieg des Bitcoin-Preises auf fast 70.000 US-Dollar ein kurzfristiger Kursanstieg gewesen sein, der durch Kleinanleger verursacht wurde.
Während die Märkte heute stiegen, zeigten Social-Media-Daten einen starken Anstieg der positiven Stimmung, gerade als der Bitcoin-Kurs drohte, unter 65.000 US-Dollar zu fallen. In den folgenden 2 Stunden und 20 Minuten stieg der Bitcoin-Kurs um 7 % auf 69.900 US-Dollar, bevor er bei 70.000 US-Dollar auf Widerstand stieß… pic.twitter.com/B3lWwtqABz
— Santiment (@santimentfeed) 2. März 2026
Experten verzeichneten einen starken Anstieg positiver Stimmung in den sozialen Medien zu einem Zeitpunkt, als der Preis des Vermögenswerts Gefahr lief, unter 65.000 US-Dollar zu fallen.
In den folgenden Stunden legte Bitcoin um 7 % zu. Die Kryptowährung erreichte ein lokales Hoch bei 69.900 US-Dollar, wo sie auf Widerstand von Verkäufern stieß.
Analysten zufolge deuten die Kennzahlen auf eine mögliche Begrenzung der Rallye hin. Santiment warnte Händler zudem vor den Risiken anhaltend hoher Volatilität. Die weitere Kursentwicklung hängt maßgeblich von den aktuellen globalen Nachrichten und makroökonomischen Faktoren ab.
Zur Erinnerung: Am 1. März erklärte ein Analyst mit dem Pseudonym CryptoTalisman, dass sich Bitcoin vollständig von seinem Rückgang infolge geopolitischer Spannungen erholt habe.
