Die FATF erklärt Stablecoins zu einem Schlupfloch für Geldwäsche.

FATF объявила стейблкоины лазейкой для отмывания денег

Die von den G7-Staaten gegründete Financial Action Task Force (FATF) hat erklärt, dass Peer-to-Peer-Transfers von Stablecoins zwischen Privatpersonen Risiken der Geldwäsche, der Terrorismusfinanzierung und der Umgehung von Sanktionen bergen.

Der FATF-Bericht stellt fest, dass Stablecoins zunehmend für illegale Finanzierungen missbraucht werden, insbesondere bei Transaktionen zwischen Non-Custodial Wallets, bei denen die Nutzer ihre privaten Schlüssel selbst verwalten. Solche Transaktionen erfolgen ohne Beteiligung regulierter Intermediäre, was nach Befürchtung der internationalen Organisation das Risiko von Finanzkriminalität erhöht.

Die FATF empfahl Emittenten von Stablecoins, technische Maßnahmen zum Sperren, Einfrieren und Beschlagnahmen von Coins zu ergreifen. Dies sei notwendig für Transaktionen mit nicht zugelassenen oder auf einer schwarzen Liste stehenden Adressen. Dadurch werde es den Strafverfolgungsbehörden erleichtert, illegale Aktivitäten im Zusammenhang mit verdächtigen Krypto-Adressen zu verhindern, so die Autoren des Dokuments.

Die FATF zitierte einen aktuellen Bericht von Analysten von Chainalysis, demzufolge Stablecoins im Jahr 2025 etwa 84 % des gesamten Volumens illegaler Kryptowährungstransaktionen (154 Milliarden US-Dollar) ausmachen würden. Dies bedeute, dass Stablecoins zum dominierenden Vermögenswert für illegale Kryptowährungsaktivitäten geworden seien, betonte die FATF.

Die Organisation erklärte, dass Stablecoins aufgrund ihres stabilen Wechselkurses durch die Bindung an Fiatwährungen und der Möglichkeit internationaler Geldtransfers für Kriminelle immer attraktiver werden. Kriminelle nutzen Stablecoins häufig in komplexen Geldwäscheoperationen, um die Herkunft von Geldern zu verschleiern. Sie führen Transaktionen über mehrere Wallets und Blockchains durch, bevor sie die Token über Börsen oder außerbörsliche Broker (OTC-Broker) in Fiatwährung umtauschen.

Im Vergleich zu volatileren Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum haben sich USDT und USDC zu einem relativ stabilen Zahlungsmittel entwickelt. Der Bericht stellt außerdem fest, dass nordkoreanische Hacker zunehmend Stablecoins nutzen, um illegal erworbene Gelder zu waschen und umzuwandeln.

Im Jahr 2024 stufte die FATF Russlands Rating aufgrund unzureichender Regulierung von Kryptowährungen und mangelnder Überwachung illegaler Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten herab. Dies liegt unter anderem daran, dass die Gesetzesentwürfe zur Regulierung der Kryptoindustrie in Russland noch in der Entwicklung sind.

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