
Ein Kryptobetrüger, der 2019 Kryptowährung im Wert von 120 Millionen Won (ca. 81.000 US-Dollar) gestohlen hatte und jahrelang offiziell für tot gehalten wurde, wird sich in Südkorea vor Gericht verantworten. Seine Krypto-Vermögenswerte wurden nun an die Opfer des Diebstahls verteilt.
Laut der Staatsanwaltschaft Seoul beging der Täter im Juni 2019 einen schweren Kryptowährungsbetrug und floh nach Kambodscha. Er wurde in Abwesenheit angeklagt. Einige Monate später beantragte seine Familie, ihn für vermisst erklären zu lassen. Das Gericht gab dem Antrag statt. Nach südkoreanischem Recht gilt der Mann damit faktisch als tot.
Der Mann lebte seit mehreren Jahren im Ausland. Im Januar wurde er jedoch von den kambodschanischen Behörden identifiziert und nach Kambodscha abgeschoben. Unmittelbar nach seiner Rückkehr wurde er festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hob die Vermisstenanzeige vor Gericht auf und erwirkte anschließend die Freigabe seiner Kryptowährungsbestände an den Börsen.
Nach dem Gerichtsurteil verkauften Kryptowährungsbörsen die Vermögenswerte des Angreifers. Den Opfern wurden 90 Millionen Won Schadensersatz zugesprochen.
Kürzlich veröffentlichten südkoreanische Steuerbeamte versehentlich die Seed-Phrase einer beschlagnahmten Ledger-Krypto-Wallet. Daraufhin hoben Unbekannte 4 Millionen PRTG-Token im Wert von 4,8 Millionen US-Dollar von dieser Adresse ab. Es handelte sich dabei um Vermögenswerte, die von 124 Großschuldnern beschlagnahmt worden waren. Dieser Vorfall folgte einem anderen aufsehenerregenden Fall, in dem ein Hacker beschlagnahmte Bitcoin im Wert von 21,4 Millionen US-Dollar von südkoreanischen Staatsanwälten stahl.
