
Laut den neuesten Branchenzahlen von Messari sind die Risikokapitalinvestitionen in Kryptowährungen im Jahresvergleich um mehr als 50 % gestiegen, obwohl deutlich weniger Geschäfte abgeschlossen wurden.
Das Investitionsvolumen in Kryptowährungen stieg zwischen März 2025 und März 2026 auf 25,5 Milliarden US-Dollar, trotz eines Rückgangs der Anzahl der Transaktionen um 46 %.
Es zeigt sich, dass Risikokapitalgeber selektiver werden, weniger Deals abschließen, dafür aber mehr Geld in Projekte investieren, von denen sie glauben, dass sie lange Bestand haben werden.
In letzter Zeit flossen die meisten dieser Gelder in Infrastrukturprojekte, Projekte an der Schnittstelle von künstlicher Intelligenz und Kryptowährung sowie in Finanzplattformen, anstatt in zufällige experimentelle Token. Aufgrund regulatorischer Unsicherheit bleiben einige Investoren zudem vorsichtig und bevorzugen häufig Beteiligungen in späteren Phasen oder den Kauf von Vermögenswerten.
Dies spiegelt umfassendere Veränderungen in der Venture-Capital-Landschaft wider, nachdem der Kryptowährungsmarkt in den Jahren 2022–2023 einen Abschwung erlebt hatte. Das Finanzierungsvolumen sank 2023 stark auf 12 Milliarden US-Dollar und 2024 auf 9 Milliarden US-Dollar, erholte sich dann aber mit der Markterholung.
Eine aktuelle Studie von DTCC, Clearstream und Euroclear in Zusammenarbeit mit der Boston Consulting Group zeigt, dass Institutionen auf tokenisierte Vermögenswerte setzen und gleichzeitig Bitcoin in ihren Portfolios behalten. Altcoins rücken zunehmend aus dem Fokus dieser Anlageziele heraus.
