
Jeremy Siegel, ein Finanzprofessor an der Wharton School, sagte, er glaube, dass die Federal Reserve trotz geopolitischer Spannungen im Nahen Osten und der Volatilität der Ölpreise in diesem Jahr noch ausreichend Spielraum für Zinssenkungen habe.
In der CNBC-Sendung „Squawk Box“ analysierte der renommierte Ökonom und Chefökonom von WisdomTree, Jeremy Siegel, die aktuelle Lage der Märkte und die Inflation. Siegel hob die Verlangsamung des Wachstums der Immobilienpreise und den Schutz hervor, den die Energieunabhängigkeit der USA bietet.
Siegel bleibt optimistisch, dass die Inflationsdaten unter den Erwartungen liegen könnten. Er erinnerte daran, dass die von der Fed genau beobachteten Kerninflationsindikatoren von Gütern und Dienstleistungen ohne Energie und Nahrungsmittel getrieben werden, und betonte die Verlangsamung des Anstiegs der Immobilienpreise, die von größter Bedeutung sei. Siegel erklärte: „Das Mietwachstum ist landesweit in den letzten drei Jahren praktisch zum Stillstand gekommen, und der Case-Shiller-Hauspreisindex befindet sich auf dem niedrigsten Stand der letzten Jahre. Dies übt einen erheblichen Abwärtsdruck auf die Inflation aus.“
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Siegel äußerte sich vorsichtig zum Zeitpunkt möglicher Zinssenkungen und merkte an, dass sich bis Mitte des Jahres viele Faktoren ändern könnten. Er betonte, dass die Juni-Sitzung ein entscheidender Wendepunkt sein könnte, und fügte hinzu, dass die Haltung der Fed nicht schwach sei, die Marktunsicherheit jedoch den Entscheidungsprozess beeinflussen könnte.
Obwohl Konflikte im Nahen Osten das Risiko bergen, dass die Ölpreise auf 120 bis 150 US-Dollar steigen, argumentierte Siegel, dass die US-Wirtschaft deutlich widerstandsfähiger sei als früher. Er wies darauf hin, dass die USA derzeit Nettoenergieexporteur seien und die Energieintensität der Wirtschaft im Vergleich zu den 1970er Jahren um 50 % gesunken sei.
Er fügte außerdem hinzu, dass steigende Ölpreise den Dollar stärkten, was wiederum die Preise importierter Waren senkte und somit eine „stabilisierende“ Rolle im Kampf gegen die Inflation spielte.
Trotz des Optimismus räumt Siegel ein, dass höhere Benzinpreise den Verbrauchern politischen und wirtschaftlichen Druck bereiten werden. Er warnt davor, dass jede Erhöhung des Benzinpreises um 2 US-Dollar das BIP-Wachstum um 0,8 bis 1 Prozentpunkt senken könnte, und fügt hinzu, dass extreme Szenarien wie die Schließung der Straße von Hormus das gesamte Gleichgewicht stören könnten.
*Dies ist keine Anlageberatung.
