
Die thailändische Polizei hat neue Anzeigen gegen die Krypto-Plattform 1000X von 30 Anlegern erhalten, die insgesamt rund 1,39 Milliarden Baht (über 40 Millionen US-Dollar) verloren haben. Die Opfer geben an, zur Investition in die Plattform verleitet worden zu sein.
Die thailändische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) bestätigte, dass ein Gerichtsverfahren gegen Worawat Narknawdee, auch bekannt als Acme Traderist, den Gründer von 1000X, eingeleitet wurde. Die Beschwerde gegen 1000X Limited, Betreiber der Website 1000x.live, wurde von der Aufsichtsbehörde bereits im März 2023 eingereicht.
Laut Polizeiangaben könnte Woravat Thailand verlassen und in die Vereinigten Arabischen Emirate gereist sein, wo er möglicherweise andere geschäftliche Interessen verfolgt.
Um weitere Verluste für Anleger zu verhindern, beantragte die thailändische Börsenaufsichtsbehörde SEC im vergangenen Jahr beim Ministerium für digitale Wirtschaft und Gesellschaft die Sperrung des Zugangs zur 1000X-Plattform. Die Behörde rief die Bürger außerdem dazu auf, die Lizenzen von Unternehmen, die in digitale Vermögenswerte investieren, vor einer Investition zu überprüfen.
Die thailändische Börsenaufsicht SEC hatte bereits zuvor ähnliche Maßnahmen gegen nicht lizenzierte Krypto-Dienstleistungen ergriffen. Im Jahr 2025 sperrte die Behörde den Zugang zu fünf Krypto-Börsen – Bybit, CoinEx, OKX, XT.com und 1000X – mit der Begründung, diese würden thailändische Händler ohne Lizenz bedienen. Informationen über die Plattformen wurden der Abteilung zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität gemeldet.
Die thailändische Finanzaufsichtsbehörde ordnete außerdem an, dass World, ehemals bekannt als Worldcoin, die Erfassung biometrischer Daten von Anwohnern einstellen muss.
Die Betreiber von Krypto-Plattformen in Thailand waren kürzlich gezwungen, mehr als 10.000 Konten einzufrieren, da der Verdacht bestand, dass deren Besitzer Kryptowährungen zur Geldwäsche illegal erworbener Gelder verwendet haben könnten.
