Stripe und Tempo starten Mainnet für KI-Agentenzahlungen

Tempo, eine von Stripe und Paradigm entwickelte Plattform, hat das Mainnet ihrer L1-Blockchain aktiviert. Die Unternehmen stellten außerdem ein offenes Protokoll für Machine-to-Machine-Transaktionen (MPP) vor.

Die neue Blockchain ist auf die Verarbeitung einer großen Anzahl von Transaktionen ausgelegt. Parallel zur Veröffentlichung stellte das Team einen Katalog mit über 100 Diensten zur Verfügung, die bereits Tempo-Lösungen integriert haben. Darunter befinden sich Alchemy, Dune Analytics und Merit Systems.

Finanzierung und Partner

Im Oktober 2025 sammelte Tempo in einer Serie-A-Finanzierungsrunde 500 Millionen US-Dollar bei einer Unternehmensbewertung von 5 Milliarden US-Dollar ein. Zu den Investoren zählten Thrive Capital, Greenoaks, Sequoia Capital, Ribbit Capital und SV Angel. Das Startup wurde ursprünglich von Stripe und Paradigm gefördert, diese beteiligten sich jedoch nicht an der letzten Finanzierungsrunde.

Das öffentliche Testnetz ist seit Dezember in Betrieb. In dieser Zeit haben sich wichtige Akteure aus dem Handels- und Finanzwesen dem Ökosystem angeschlossen, darunter Anthropic, DoorDash, Mastercard, Nubank, OpenAI, Revolut, Shopify und Visa.

Unternehmen testen den Einsatz von Stablecoins für grenzüberschreitende Überweisungen, globale Zahlungen und tokenisierte Einlagen.

Maschinenzahlungsprotokoll

Ein zentrales Merkmal der Einführung ist die Implementierung des MPP-Standards. Dieser ermöglicht es Software-Agenten und Diensten, Zahlungen automatisch durchzuführen. Der Protokollcode ist öffentlich verfügbar.

MPP funktioniert nicht nur auf der Tempo-Blockchain. Der Standard ist mit verschiedenen Finanzportalen kompatibel:

  • Visa hat es für Kartenzahlungen angepasst;
  • Stripe – für Wallets und die eigene Plattform;
  • Lightspark – für Bitcoin-Zahlungen über das Lightning Network.

Das Protokoll unterstützt die „Session“-Funktion für kontinuierliche Zahlungen. Ein KI-Agent reserviert Gelder im Voraus und gibt sie bei Inanspruchnahme von Dienstleistungen aus. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, jede einzelne Transaktion in der Blockchain zu bestätigen – das System fasst Tausende von Mikrotransaktionen einfach zu einer einzigen Überweisung zusammen.

Erinnern wir uns daran, dass Stripe im Februar eine Vorversion eines Tools für autonome Maschinentransaktionen angekündigt hat.

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