BTQ Technologies startet Bitcoin-Testnetz mit Post-Quantum-Schutz

BTQ Technologies hat Update v0.3.0 für das Bitcoin Quantum Testnetz veröffentlicht. Die wichtigste Neuerung ist die erste funktionierende Implementierung des BIP-360-Vorschlags, eines P2MR- Standards zum Schutz von Transaktionen vor Manipulationen durch Quantencomputer.

Obwohl BIP-360 in das offizielle Bitcoin Improvement Proposal Repository aufgenommen wurde, wird im Bitcoin Core Client kaum daran gearbeitet. BTQ war dem Mainnet in der Umsetzung eines theoretischen Vorschlags in funktionierenden Code voraus.

Was ist der Kern des Updates?

BIP-360 behebt eine Sicherheitslücke in Taproot, die öffentliche Schlüssel auf der Blockchain offenlegt und sie dadurch für Shors Algorithmus auf Quantencomputern angreifbar macht.

Der neue P2MR-Ausgabetyp ermöglicht die Verwendung von Taproot-Skripten (erforderlich für Lightning Network, BitVM und Ark), entfernt jedoch die Möglichkeit , entlang des Schlüsselpfads Ressourcen auszugeben . Stattdessen speichert das System Commitments am Stamm des Merkle-Baums, ohne einen privaten Schlüssel zu verwenden. Das Update aktiviert außerdem Dilithium-Post-Quantum-Signaturen, einen vom NIST anerkannten Standard.

Infrastruktur und Pläne

Die Entwickler haben eine voll funktionsfähige CLI-Wallet eingeführt. Benutzer können nun P2MR-Transaktionen im Testnetz erstellen, signieren und senden.

BTQ Technologies teilte Kennzahlen zur Testnetzaktivität mit:

  • Mehr als 50 Miner sind dem Netzwerk beigetreten;
  • mehr als 100.000 Blöcke abgebaut;
  • Um die Tests zu beschleunigen, wurde das Intervall zwischen den Testblöcken auf 1 Minute verkürzt.

Der CEO des Unternehmens, Olivier Rousteing Newton, merkte an, dass sich die Branche nicht leisten könne, erst auf eine Krise zu warten, um mit dem Testen zu beginnen. Bitcoin Quantum wurde als Testumgebung geschaffen, um Abwehrmechanismen zu erproben, bevor die Bedrohung durch Quantencomputer real wird.

Das Unternehmen enthüllte außerdem Monetarisierungspläne: die Einrichtung eines Mining-Pools mit einer Provision von 3 % und die Anhäufung von BTQ-Token in der Unternehmensbilanz.

Zur Erinnerung: Im März erklärte Alex Thorn, Forschungsleiter bei Galaxy Digital, dass die Befürchtungen hinsichtlich eines Hacks des ersten Kryptowährungsnetzwerks durch Quantencomputer stark übertrieben seien.

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