
- Der Krieg im Nahen Osten hat negative Auswirkungen auf den US-Aktienmarkt, wobei Technologieaktien die größten Verluste verzeichnen.
- Die wichtigsten Indizes – S&P 500, NYSE Composite und Dow Jones Industrial Average – beendeten die Woche im Minus.
Am Freitag setzten die US-Aktienmärkte ihren Abwärtstrend in der vierten Woche in Folge fort; alle wichtigen Indizes schlossen im Minus. Der Nasdaq Composite schloss bei 21,647 Punkten, ein Minus von 443,08 Punkten, und der Dow Jones Industrial Average bei 45,577 Punkten, ein Minus von 443,96 Punkten.
Der S&P 500, der die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen abbildet, schloss bei 6.506,48 Punkten, ein Minus von 100,01 Punkten. Dies war der vierte wöchentliche Rückgang in Folge und der niedrigste Stand seit September 2025. Der NYSE Composite Index schloss bei 21,616 Punkten, ein Minus von 324,30 Punkten, was eine breite Schwäche in allen Sektoren widerspiegelt.

Perplexitätsdaten
Kleinere Unternehmen waren am stärksten betroffen, der Russell-2000-Index fiel um etwa 2,3 % und befindet sich nun in einer Korrekturphase. Grund dafür ist der andauernde Konflikt zwischen den USA und Israel mit dem Iran, der wichtige Transportrouten für Öl und Flüssigerdgas unterbrochen hat.
Die Ölpreise erreichten fast mehrjährige Höchststände und schürten damit die Inflationssorgen. Daraufhin hob das US-Finanzministerium die Sanktionen gegen rund 140 Millionen Barrel iranisches Öl auf, die bereits auf Schiffe verladen waren. Die Märkte reagierten jedoch verhalten auf diese Entwicklung.
Dieses mangelnde Vertrauen macht sich bereits an den Zinsmärkten bemerkbar. Die Renditen von US-Staatsanleihen sind gestiegen, und Händler haben ihre Erwartungen an eine Lockerung der Geldpolitik durch die US-Notenbank (Fed) gesenkt, wodurch die Möglichkeit einer erneuten Straffung in Betracht gezogen wird. Technologieaktien haben ihren Abwärtstrend verstärkt.
Der Unterschreiten des 200-Tage-Durchschnitts durch den S&P 500 verstärkte die Besorgnis. Erstmals seit über 200 Handelstagen fiel der Index unter eine viel beachtete technische Marke, die von vielen institutionellen Anlegern als Trendwende interpretiert wird.
Solche Rückgänge deuten jedoch nicht zwangsläufig auf langfristige Probleme hin. Daten der letzten Jahrzehnte zeigen, dass sich Aktienkurse oft innerhalb von zwölf Monaten erholen, wenn auch uneinheitlich. Diesmal ist die Lage jedoch ungünstiger. Inflation, angetrieben durch steigende Energiepreise, steigende Anleiherenditen und den Krieg im Nahen Osten, schränken die Fähigkeit des Marktes zur schnellen Stabilisierung ein.
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