
Der erfahrene Finanzexperte Jordi Visser erklärt, warum Bitcoin inmitten globaler Marktinstabilität der zuverlässigste Ausstiegspunkt sein könnte.
Jordi Visser, der über 30 Jahre Erfahrung im Bereich makroökonomischer Investitionen verfügt, erörterte in einem ausführlichen Interview mit Anthony Pompliano die jüngsten globalen Wirtschaftsentwicklungen und die besondere Stellung von Bitcoin in diesem Kontext. Laut Visser schaffen steigende Rohstoffpreise und ein Überangebot an Krediten ideale Bedingungen für Bitcoin.
Visser erklärte, institutionelle Anleger seien praktisch „gelähmt“, insbesondere aufgrund der Spannungen im Nahen Osten (Iran, Ölpreise und Angriffe auf die Energieinfrastruktur). Er argumentierte, der rasante Preisanstieg wichtiger Rohstoffe wie Benzin, Diesel und Helium spiegele sich noch nicht vollständig in den Inflationsdaten wider, doch die Märkte könnten einen schweren Schock erleben, sobald dies geschehe.
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Visser fügte hinzu, dass der Haupttreiber für Bitcoin die anhaltende Kreditklemme sei. „Das Beste für Bitcoin ist, dass die Kreditklemme, die meiner Meinung nach unüberwindbar ist, anhält“, sagte Visser und fasste die Situation wie folgt zusammen:
Während die Rohstoffmärkte (Öl, Silber usw.) aufgrund von Knappheit einen Aufschwung erleben, sind Software und codebasierte Vermögenswerte zwar reichlich vorhanden, verzeichnen aber gleichzeitig einen Wertverlust. Bitcoin befindet sich an der Schnittstelle dieser beiden Welten: Er dient sowohl als Vermögenswert, der das technologische Wachstum antreibt, als auch aufgrund seines begrenzten Angebots als Rohstoff.
Ein weiterer wichtiger Punkt der Diskussion war die geografische Verlagerung des Interesses an Bitcoin. Während der Bitcoin-Markt zuvor auf China und Asien fokussiert war, verlagert er sich nun in Richtung Naher Osten. Visser und Pompliano stellten fest, dass junge Führungskräfte und Staatsfonds in der Region Bitcoin und digitalen Vermögenswerten zunehmend den Vorrang vor traditionellen Anlageformen wie Gold einräumen.
Visser erklärte, dass künstliche Intelligenz (insbesondere „Agenten-KI“ und digitale Arbeitskräfte) im Softwaresektor zu einer deutlichen Deflation geführt habe, während die Inflation im Hardware- und Rohstoffsektor anhalte. In diesem Zusammenhang betonte er, wie wichtig es für Anleger sei, ihre Barreserven zu schonen und auf liquide, rund um die Uhr handelbare Vermögenswerte wie Bitcoin zu setzen.
Laut Visser könnte sich die Performance von Bitcoin deutlich verbessern, sobald klar wird, dass die US-Notenbank sich künftig auf die Bekämpfung von Konjunkturabschwüngen und Deflation anstatt auf Inflation konzentrieren muss. Er schloss: „Wenn das Liquiditätsproblem Realität wird, wird sich Bitcoin als Anlage mit hohem Handelsvolumen und ständiger Verfügbarkeit auszeichnen.“
*Dies ist keine Anlageberatung.
