Telegram hat seine erste Anleiheemission aus dem Jahr 2021 zurückgezahlt.

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Laut dem Gründer des Messengers, Pavel Durov, hat Telegram die vor fünf Jahren ausgegebenen Wandelanleihen vollständig zurückgezahlt.

Im März 2021 emittierte das Unternehmen fünfjährige Wandelanleihen in US-Dollar mit einem Zinssatz von 7 % pro Jahr im Gesamtwert von 1 Milliarde US-Dollar. Die Anleihen boten den Anlegern die Option, sie im Falle eines Börsengangs mit einem Abschlag von 10 % auf den Nennwert in Telegram-Aktien umzuwandeln.

Medienberichten zufolge plante der Messenger-Anbieter, bis Ende 2023 an die Börse zu gehen. Als der Termin näher rückte, kamen Informationen auf, dass der Börsengang um weitere 18 bis 24 Monate verschoben werden würde.

Im Mai 2021 platzierte Telegram weitere Anleihen im Wert von 750 Millionen Dollar zu denselben Bedingungen.

Laut Durov ermöglichte die vor fünf Jahren eingeführte Monetarisierungsstrategie dem Messenger, bereits im Jahr 2024 profitabel zu werden.

„Deshalb war unsere neue Anleiheemission im letzten Jahr überzeichnet“, fügte er hinzu.

Telegram hat bereits zuvor Schuldverschreibungen platziert; Durov selbst erwarb ein Viertel einer der 270 Millionen Dollar schweren Tranchen.

Im August 2028 wurde der Geschäftsmann in Frankreich verhaftet. Zu den Anklagepunkten zählte die Bereitstellung „kryptografischer Dienstleistungen zur Erfüllung vertraulicher Funktionen ohne entsprechende Anmeldung sowie kryptografischer Werkzeuge, die nicht ausschließlich zur Authentifizierung oder Überprüfung der Integrität von Nachrichten bestimmt waren“. Ein weiterer mutmaßlicher Verstoß war die unterlassene Meldung an die zuständigen Behörden.

Durov wurde gegen eine Kaution von 5 Millionen Euro unter richterliche Aufsicht gestellt. Die erste Vernehmung in dem Fall fand vier Monate später statt, und der Fall wurde noch nicht vor Gericht gebracht.

Kurz nach seiner Verhaftung kündigte Durov eine verstärkte Moderation des Messengers an. Gleichzeitig begann die Plattform, umgehend auf Anfragen europäischer Behörden zu reagieren.

Statistiken über rechtliche Anfragen aus verschiedenen Ländern zur Offenlegung von Nutzerdaten sind öffentlich zugänglich geworden.

Zur Erinnerung: Durovs Handlungen werden in Russland im Rahmen eines Strafverfahrens wegen Beihilfe zu terroristischen Aktivitäten untersucht.

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