
In einer Dynastie von Schweizer Privatbankiers ist ein Konflikt ausgebrochen, der auf Meinungsverschiedenheiten über die Zukunft des Familienunternehmens und die Rolle digitaler Vermögenswerte darin zurückzuführen ist, schreibt Bloomberg.
Marc Syz hat den Genfer Finanzkonzern Syz Group, der seinem Vater Eric gehört, zusammen mit seinem Geschäftspartner Richard Byworth verlassen. Grund dafür ist ein Streit über die geplante Eingliederung des Krypto-Treasury-Unternehmens Future Holdings AG in den Bereich für alternative Anlagen von Syz Capital.
Syz Jr. schilderte Reportern seine Version der Ereignisse. Sein Verhältnis zu seinem Vater verschlechterte sich, nachdem die Bank die Genehmigung zur Integration von Future Holdings in Syz Capital aufgrund von Warnungen des Aufsichtsrats vor hohen Risiken zurückgezogen hatte. Mark und Byworth verließen daraufhin ebenfalls den Aufsichtsrat des Krypto-Unternehmens.
Sees Jr. arbeitet derzeit gemeinsam mit der Stifel Financial Corp. an einem Doppellisting von Future Holdings in Schweden und der Schweiz. Laut dem Banker soll das Projekt zur größten Bitcoin-Plattform Europas werden. Das Unternehmen plant, 3.500 BTC anzusammeln.
Darüber hinaus beabsichtigen Mark und Byworth, eine separate, unabhängige Vermögensverwaltungsgesellschaft zu gründen, die mit Syz Capital konkurrieren soll. Diese Gesellschaft wird sich auf alternative Anlagestrategien konzentrieren.
Eric Syz und die Syz Group lehnten eine detaillierte Stellungnahme ab und bestätigten lediglich den Weggang der Führungskräfte von Syz Capital. Die Bank stellte klar, dass „alternative Anlagen weiterhin einer der Schwerpunkte“ ihrer Geschäftstätigkeit seien.
Syz Capital wurde 2018 unter der Leitung von Marc Syz gegründet. Zum Zeitpunkt seines Ausscheidens belief sich das verwaltete Vermögen des Unternehmens auf rund 2 Milliarden Schweizer Franken (2,5 Milliarden US-Dollar). Das verwaltete Vermögen der Muttergesellschaft Syz Group, gegründet 1996, beträgt etwa 32 Milliarden US-Dollar.
Zur Erinnerung: Die Analysten von River verzeichneten im Jahr 2025 einen Rekordanstieg bei der Akzeptanz von Bitcoin durch institutionelle Banken, Aktiengesellschaften und Regierungen.
