Bitcoin übertrifft Gold als Inflationsschutz bei Marktschwankungen.

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Bitcoins Positionierung als Inflationsschutz gewann nach Äußerungen von Bitmine-CEO Tom Lee besonders an Bedeutung. Auf der Futu Investment Exhibition merkte Lee an, dass Bitcoin seit seiner Einführung in 97 % der Fälle die Inflation übertroffen habe, während Gold im gleichen Zeitraum nur in 56 % der Fälle besser abgeschnitten habe.

Lee fügte hinzu, dass Bitcoin seit 2009 nur in 3 % der beobachteten Zeiträume hinter der Inflation zurückgeblieben sei, was seine Stabilität im Vergleich zu traditionellen Anlagen unterstreiche. Er verwies zudem auf langfristige Golddaten und merkte an, dass Gold in den vergangenen 55 Jahren in 48 % der Dreijahresrenditen hinter der Inflation zurückgeblieben sei. Dieser Vergleich verdeutlicht die Unterschiede in der Widerstandsfähigkeit der beiden Anlageklassen gegenüber Inflation.

In derselben Rede merkte er an, dass Ethereum im institutionellen Finanzwesen an Bedeutung gewinnt, insbesondere in den Bereichen Tokenisierung und Anwendungen künstlicher Intelligenz im Zusammenhang mit der Infrastruktur der Wall Street.

Divergenz zwischen Bitcoin und Gold in den jüngsten Marktbedingungen

Marktdaten zeigen eine unterschiedliche Entwicklung von Bitcoin und Gold im Zuge der jüngsten geopolitischen Ereignisse. Laut Analyst Shanaka Anslem Perera stieg der Bitcoin-Kurs seit dem 28. Februar um 7 bis 10 Prozent, während der Goldpreis um 19 Prozent fiel. Am 23. März sank der Goldpreis von rund 5.500 US-Dollar auf 4.098 US-Dollar, bevor er sich bis zum 27. März auf 4.377 US-Dollar erholte.

Laut dem World Gold Council und JPMorgan verzeichneten Gold-ETFs Abflüsse in Höhe von 7,9 Milliarden US-Dollar, was 54,8 Tonnen entspricht. Bitcoin-ETFs hingegen verzeichneten in den ersten zwei Wochen des Konflikts einen Nettozufluss von über 1,1 Milliarden US-Dollar.

Liquiditätsbedingungen und struktureller Marktzugang

Die Divergenz hängt eher mit Liquiditätsbedingungen und Marktzugang zusammen als mit einem direkten Ersatz für Gold. Der Anstieg des Brent-Ölpreises um 40 % auf 108 US-Dollar trug zum Inflationsdruck bei und trieb die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 4,415 %. Der Renditeanstieg erhöhte die Opportunitätskosten des Haltens zinsloser Anlagen wie Gold und veranlasste institutionelle Anleger zu Verkäufen.

Die rund um die Uhr verfügbare Handelsstruktur von Bitcoin und die ETF-Infrastruktur ermöglichten es, Kapital außerhalb der traditionellen Handelszeiten in die Märkte zu fließen. Dies bot einen alternativen Liquiditätskanal in Zeiten, in denen die traditionellen Finanzsysteme weniger zugänglich waren.

Gleichzeitig üben Infrastrukturstörungen zusätzlichen Druck auf die Märkte aus. Iranische Angriffe auf die Heliumanlage Ras Laffan in Katar am 18. März unterbrachen die Heliumproduktion, die etwa ein Drittel des weltweiten Angebots ausmacht. Qatar Energy erklärte höhere Gewalt, und die Reparaturen werden voraussichtlich drei bis fünf Jahre dauern.

Siehe auch: Bitcoin schlägt Gold im Krieg, Peter Schiff wehrt sich

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